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Städtische Gesellschaften legen Zahlen vor

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Von: Ingrid Zeilinger

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Das Rathaus Fürstenfeldbruck
Das Rathaus Fürstenfeldbruck. (Archivfoto) © Weber

Die Stadt ist als Gesellschafterin an mehreren Unternehmen beteiligt. Dazu gehören neben den Stadtwerken und Windenergie-Anlagen auch die Industha, die Volkshochschule und das Kunsthaus.

Stadtwerke wollenviel investieren

Fürstenfeldbruck – Wie es den Betrieben im Geschäftsjahr 2020 erging, erfuhr der Stadtrat jetzt bei der jährlichen Vorstellung der Beteiligungsberichte.

Die Stadtwerke haben ein gutes Jahr 2020 hinter sich. Der Überschuss betrug knapp 2,4 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote stieg. In den nächsten Jahren werde sich das aber ändern, sagte Finanzreferent Klaus Wollenberg (FDP) gegenüber dem Tagblatt. Bereits im jüngsten Hauptausschuss hatte er um die zusätzliche Auskunft gebeten, inwiefern die Stadtwerke ihre im Wirtschaftsplan aufgeführten Investitionen stemmen können, und ob darüber hinaus Kapital vorhanden ist – etwa für eine Eishalle. Das Ergebnis, das nun als Tischvorlage ausgereicht wurde, interpretiert Wollenberg so: Mit dem Neubau des Hallenbades sowie den geplanten Investitionen in Photovoltaik schätze man die Ertragsentwicklung in den nächsten Jahren auf plus minus null, so Wollenberg. Ab 2024 rechne man wieder mit einem leichten Plus. Keine rosigen Aussichten für eine Eishalle.

Windkraft lohnt sich im Landkreis

Überschüsse erwirtschaften auch die Windräder. Die Anlage bei Mammendorf, an der die Stadt mit 30 Prozent direkt und über die Stadtwerke indirekt mit weiteren 40 Prozent beteilig ist, speiste im vergangenen Jahr 6172 Megawattstunden ins Stromnetz ein und erzielte damit einen Jahresüberschuss von 157 000 Euro. Das Malchinger Windrad (Anteil der Stadt: zehn Prozent, Stadtwerke: 80 Prozent) erzeugte 5718 Megawattstunden. Das bedeutete einen Überschuss von 131 000 Euro. Auch für 2021 wird ein Plus erwartet.

Industha vermarktet weiter Grundstücke

Die Grundstücksgesellschaft Industha vermarktet Gewerbeflächen in der Hasenheide. Im Gewerbegebiet Kugelfang West wurden im Jahr 2019 alle freien Flächen verkauft – die letzte Zahlung floss im März 2020. Am Kugelfang Nord wurde ein Grundstück verkauft, hier ist die Industha weiter aktiv.

Volkshochschule kämpft mit Corona

Das Geschäftsjahr der Volkshochschule (VHS) orientiert sich am Schuljahr und endete somit auch 2020 bereits am 31. August. In den zwölf Monaten zuvor entstand ein Defizit von 118 000 Euro. Durch den zeitweisen Corona-Lockdown sanken die Kurs-Einnahmen um 104 000 Euro. Der Verlust konnte nur teilweise durch Zuschüsse aufgefangen werden.

Kunsthaus investiert in Ausstattung

Auch das Kunsthaus konnte aufgrund der Pandemie nicht alle geplanten Ausstellungen durchführen. Dafür wurde in die Ausstattung des Hauses auf dem Klosterareal investiert, um die Ausstellungsqualität zu verbessern. Trotz Corona spricht die Geschäftsführung von einer zufriedenstellenden Entwicklung. Es wurde ein kleiner Überschuss erwirtschaftet.

Wohnbaugesellschaft läuft an

Neu im Kreis der Gesellschaften mit städtischer Beteiligung ist die Wohnbaugesellschaft im Landkreis. An dieser sind neben Fürstenfeldbruck weitere Kommunen beteiligt. Die Gesellschaft hat inzwischen unter dem Geschäftsführer Christoph Maier ihre Arbeit aufgenommen, erste Grundstücke werden eingebracht. Ziel der Gesellschaft ist es, im Landkreis bezahlbaren und öffentlich geförderten Wohnraum zu schaffen. Auch Bestandswohnungen sollen verwaltet werden.    imu

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