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Das Brucker Eisstadion.

In Fürstenfeldbruck

Standortanalyse für Eishalle kann beginnen

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Auf dem Weg zu einer Eishalle in der Kreisstadt ist der Planungs- und Bauausschuss einen Schritt vorangekommen. Die Bewertungskriterien für die Standortsuche stehen fest.

Fürstenfeldbruck – Wo könnte in Fürstenfeldbruck eine Eishalle entstehen? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es einer umfangreichen Standortanalyse und -bewertung. Die Kriterien, nach denen diese durchgeführt werden soll, wurden jetzt im Planungs- und Bauausschuss diskutiert. Einig war sich das Gremium in einer Sache: Den naturräumlichen Bedingungen muss mehr Gewichtung eingeräumt werden, als das beauftragte Planungsbüro vorgeschlagen hat. Zu den naturräumlichen Rahmenbedingungen zählen Faktoren wie Umwelt- und Artenschutz und der Erhalt von wertvollen Naturflächen

Bewertet werden fünf potenzielle Standorte: zwei auf dem Gelände des Fliegerhorsts – nördlich der Schwimmhalle und in der sogenannten Halle Nr. 4, ein ehemaliger Hangar – am bestehenden Eisstadion, am Bolzplatz westlich des Eisstadions sowie am Sportzentrum II, nördlich der Kurt-Schumacher-Straße.

Bewertungsmatrix bei der Suche nach einem Standort für die Eishalle

Die Bewertungsmatrix, so wird die Summe aller Bewertungskriterien bezeichnet, setzt sich aus fünf unterschiedlich gewichteten Kategorien zusammen. Nach den Vorstellungen des Planungsbüros sollten die städtebauliche Beurteilung zu 45 Prozent, die naturräumlichen Rahmenbedingungen, die möglichen Immissionskonflikte und die Verkehrsanbindung zu je 15 Prozent sowie die Versorgung und Erschließung mit zehn Prozent in die Gesamtbewertung der einzelnen Standorte einfließen.

Im Großen und Ganzen stimmte das Gremium diesen Einschätzungen zu. Nur zwei Punkte stießen einigen sauer auf. „Bei der jetzigen Klimadebatte sollten wir die Punkte Versorgung und Naturräume stärker gewichten“, meinte Johann Schilling (CSU). Sehr zum Erstaunen seiner grünen Stadtratskollegen. „Greta wirkt“, entfuhr es da Christian Stangl (Die Grünen), der den Vorschlag Schillings unterstützte.

Investorenfreundlichkeit bei der Eishalle?

Dem FDP-Mann Klaus Wollenberg fehlte dazu eine Überprüfung der Investorenfreundlichkeit, also wie gut ein Standort geeignet ist, damit ein Investor dort sinnvoll wirtschaften könne. Denn bereits die Standortwahl würde Faktoren wie Folge- und Betriebskosten beeinflussen. Dafür gab es viel Widerrede. Einerseits seien diese Kriterien bereits Teil der unterschiedlichen Bewertungs-Kategorien, wie ein Vertreter des Planungsbüros erklärte. Zum anderen sei eine solche Analyse erst im folgenden Planungsschritt, also wenn es konkret um das Gebäude geht, tatsächlich sinnvoll.

Überzeugen ließ sich Wollenberg davon nicht „So eine Leistung verlange ich von einem beauftragten Büro. Notfalls mit Hilfe eines externen Beraters.“ Eine Mehrheit fand er für sein Anliegen nicht.

Ebenso in der Minderheit war die Zahl derer, die sich hinter Alexa Zierls (Die Partei/Bruck mit Zukunft) Antrag stellte, auch das Areal an der Cerveteristraße zu prüfen, wo derzeit der Bau einer Multifunktionshalle für die Herrschinger Bundesliga-Volleyballer geplant wird. Das sei technisch nahezu unmöglich, entgegnete OB Erich Raff beziehungsweise in der Umsetzung so teuer, dass es alle möglichen Dimensionen sprenge. Zierls Antrag wurde mit 6:9 Stimmen abgelehnt.

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