Bei der Feuerwehr

Steckerlfisch erobert stillen Feiertag

Jeder kennt die auf Holzspießen über offener Glut geröstete Köstlichkeit – jedoch eher von Volksfesten und Feiern. Doch Steckerlfisch erfreut sich inzwischen auch am Karfreitag wachsender Beliebtheit. 

Fürstenfeldbruck - An dem stillen Feiertag gehörte Fischessen für viele Christen zwar zur Tradition. Bisher allerdings in anderer Form.

Die Veranstalter der Steckerlfisch-Essen am Karfreitag sehen sich durchaus in der christlichen Tradition. Die Menschen können zusammenkommen und sich gemütlich unterhalten. Laute Musik oder bunte Darbietungen gehören nicht ins Programm. Der Erlös ist für einen guten Zweck gedacht. Und: Die Steckerlfischessen erfreuen sich bei den Besuchern wachsender Bliebtheit.

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr veranstaltet die Feuerwehr Emmering in diesem Jahr zweiten Mal rund um das Feuerwehrhaus an der Amperstraße am Karfreitag ein Steckerlfisch-Grillen. „Auch heuer ist die Anzahl der eingegangenen Vorbestellungen groß“, berichtet Kommandant Robert Klement. Er rät deshalb, die Fische rechtzeitig zu ordern. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Emmering.

Natürlich halten die Orgaisatoren auch ein gewisses Kontingent für Kurzentvor. Das ist aber beschränkt. Von 11 bis 14 Uhr können die Steckerlfische am Karfreitag entweder abgeholt oder direkt im Gerätehaus der Feuerwehr erspeist werden. Dort sind wieder Biertischgarnituren aufgebaut.

Für den Service vor und hinter dem Grill sorgen aktive Feuerwehrleute und Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Einer der speziellen Steckerlfisch-Grills ist fest im Besitz der Feuerwehr, den anderen leiht man sich vom örtlichen Fußballclub aus. Klement: „Da helfen sich die Vereine immer gegenseitig.“

Ein Fisch kostet 8,50 Euro, Wiesn-Brezen gibt es für 3,50 Euro das Stück. Außerdem werden Getränke angeboten. Wie Robert Klement mitteilt, soll ein Teil des Erlöses in die Jugendarbeit der Feuerwehr fließen und ein anderer Teil für Einrichtungsgegenstände im neuen Feuerwehrhaus hergenommen werden.

Bereits zum vierten Mal richtet die Pucher Feuerwehr am Feuerwehrhaus an der Kaisersäule ein Steckerlfischessen am Karfreitag aus. Die Resonanz ist groß. Jedes Jahr werden rund 350 Fische und 600 Brezen verkauft, wie der Vorsitzende Benny Krois mitteilt. Deshalb mussten die Fische bis 14. April vorbestellt werden (schriftlich bei der Feuerwehr oder unter www.feuerwehr-puch.de). Lediglich ein kleines Kontingent an Zusatzfischen haben die Feuerwehrleute auch in Puch einkalkuliert.

„Heuer bieten wir Lachsforellen an“, sagt Krois und erklärt, dass Makrelen den Leuten ganzjährig, etwa auf den Volksfesten, angeboten werden und man sich dadurch etwas abheben will. Den Fisch, der von einem Fischzüchter aus dem Dachauer Raum stammt, gibt es am Karfreitag von 10 bis 14 Uhr für 2,50 Euro je 100 Gramm. Brezen für einen Euro. In der Fahrzeughalle werden außerdem Getränke ausgeschenkt. Damit genügend Platz in der Halle ist, richtet die Feuerwehr ein Kinderwagenparkplatz-Zelt vor der Tür ein.

„Es helfen alle mit: Aktive und passive Feuerwehrler, Ehefrauen und die Jugendgruppe“, so Benny Krois. Beim gemütlichen Beisammensein am Esstisch hätten Leute die Möglichkeit, die örtlichen Feuerwehrleute kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Einnahmen aus dem Steckerlfischessen kommen dem gemeinnützigen Feuerwehrverein zugute. Davon werden Ausrüstung, Ausstattung oder Aktivitäten der Jugendgruppe finanziert.

Seit einigen Jahren ist auch das Steckerlfischgrillen der Landsberieder Fußballer am Karfreitag feste Tradition. AuDort ist die offizielle Bestellfrist für die Köstlichkeit ebenfalls bereits abgelaufen. Vorstand Michael Bals freut sich, dass wieder viele Bestellungen eingegangen sind. Weil auch in Landsberied ein paar Fische mehr eingekauft wurden, ist noch vereinzelt eine Nachbestellung für die Selbstabholung möglich.

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