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Viele Bürger ließen sich testen.

Landkreis Fürstenfeldbruck

Steigende Corona-Zahlen: Beschränkung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern und Ausweitung der Maskenpflicht

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Das Brucker Landratsamt reagiert auf die steigenden Corona-Fälle. Die erlaubte Teilnehmerzahl bei privaten Feiern wird beschränkt. In einigen Schulen gilt unter Umständen wieder eine Maskenpflicht.

  • Seit Tagen steigen die Infektionszahlen
  • Die Infektionswege sind größtenteils nicht nachvollziehbar
  • Das Landratsamt reagiert mit einer Allgemeinverfügung

Fürstenfeldbruck - Am Donnerstag, 8. Oktober, hatte die vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlichte so genannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner für den Landkreis Fürstenfeldbruck mit 38,76 den Signalwert von 35 überschritten.

Nach den Berechnungen des örtlichen Gesundheitsamts ist dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten worden, nach den örtlichen Berechnungen lag der Wert am Donnerstag über der kritischen 50-er Marke.

Bei den allermeisten positiv Getesteten lasse sich der Infektionsweg nicht konkret auf einzelne mögliche Kontakte zurückverfolgen, so das Gesundheitsamt. Das heißt: Es ist unklar, wo sie sich angesteckt haben. Ferner gebe es die Gruppe der Reiserückkehrer, zwei betroffene Betriebe mit mehreren Infizierten, zwei infizierte Familienverbände und einzelne Fälle in Schulklassen. In diesen Gruppen und zusätzlich haben sich Infizierungen der näheren Kontaktpersonen bestätigt. Kein besonderes Infektionsgeschehen ist derzeit in den Kindertagesstätten beobachtbar.

Am Bayerischen Testzentrum Fürstenfeldbruck sind seit dessen Start Anfang September 2020 über 10 500 Testungen vorgenommen worden, die so genannte „Positivrate“ liegt hier bei derzeit circa 1,1 Prozent. Dies entspreche derzeit in etwa der bayernweiten vom LGL veröffentlichten Positivrate. Dem Landratsamt Fürstenfeldbruck liegen keine Erkenntnisse über die Gesamtzahl der getesteten Landkreisbürger vor, auch nicht über die Entwicklung der Testzahlen in den letzten Monaten. „Wir gehen aber davon aus, dass sich Zahl der Testungen durch die Eröffnung des Bayerischen Testzentrums Anfang September erhöht hat“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamt. Ein Teil der vermehrten Testungen wiederum sei bedingt durch das Infektionsgeschehen (z.B. Reihentestungen bei betroffenen Klassen, Testungen der Kontaktpersonen der Kategorie 1 usw).

„Zusammenfassend gehen wir von einer nicht örtlich eingrenzbaren, sondern räumlich diffusen Zunahme der Infektionen aus verbunden mit einer gleichzeitigen Zunahme der Kenntnis positiver Fälle durch vermehrte Testung, die Ihrerseits wiederum - teilweise - durch das Infektionsgeschehen bedingt ist“, heißt es in der Mitteilung.

Aufgrund der geschilderten Lage erlässt das Landratsamt Fürstenfeldbruck eine Allgemeinverfügung mit folgenden Maßnahmen:

  • Beschränkung der zulässigen Anzahl der Teilnehmer von privaten Feierlichkeiten in öffentlichen und angemieteten Räumen auf bis zu 50 Personen; Dringliche Empfehlung, in privaten Räumen keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen;
  • Ab Jahrgangsstufe 5 gilt an allen weiterführenden und beruflichen Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck, die im Zeitraum vom 5. bis 16. Oktober von einem Infektionsgeschehen betroffen waren oder sind, für Schüler die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht gewährleistet ist. Diese Regelung gilt für das Gymnasium Gröbenzell, die Berufsschule Fürstenfeldbruck, die Mittelschule Puchheim, die Eugen-Papst-Schule Germering und das Carl-Spitzweg-Gymnasium Germering. Sollten ab dem 9.10.2020 noch weitere Infektionsgeschehen an Schulen bekannt werden, so gilt auch für diese die Anordnung. Eine Schule gilt als betroffen, wenn im genannten Zeitraum Quarantänemaßnahmen an der Schule erforderlich waren, da ein betroffener Schüler oder Lehrer im ansteckungsrelevanten Zeitraum die Schule besucht hat. Eine Ausnahme gilt für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 an Grund und Förderschulen, dort gilt keine Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenzimmer.
  • Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 25 000 Euro geahndet werden kann.
  • Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, 10. Oktober in Kraft und gilt bis einschließlich Freitag, 16. Oktober

Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, 10. Oktober in Kraft und gilt bis einschließlich Freitag, 16. Oktober

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