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Sternsinger in Zeiten der Corona-Krise

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Von: Andreas Daschner, Ingrid Zeilinger

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Schon im vergangenen Jahr herrschte Corona vor.
Schon im vergangenen Jahr herrschte Corona vor. © mm

Normalerweise ziehen in den Tagen bis zum 6. Januar die Sternsinger von Haus zu Haus. Sie bringen den Segen für das neue Jahr und sammeln für Kinder in Not. Doch auch in zweiten Corona-Januar ist das in dieser Form nicht möglich. Doch die Pfarreien behelfen sich mit anderen Ideen.

Fürstenfeldbruck –Einen „Segen to go“ gibt es in den Brucker Pfarreien. Das bedeutet: Die Sternsinger sind in der Kirche – in St. Magdalena von 11 bis 16.30 Uhr und in St. Bernhard von 11 bis 15 Uhr. „So können sich die Menschen persönlich den Segen abholen“, erklärt Ursula Hebrang, die zusammen mit Katharina Töpper die Sternsingeraktion in St. Bernhard organisiert. Die Kinder singen ihr Lied und sprechen die Segensformel. Dann können die Besucher ein Päckchen mit Kreide, Weihrauch, Kohle, Segensaufkleber und einem Spruch für daheim mitnehmen.

In Magdalena gab es das Projekt schon im vergangenen Jahr in kleiner Form. Es wurde gut angenommen, erzählt eine Organisatorin. „Dadurch erreicht man die Menschen.“ Und es sei doch persönlicher. Die Gesegneten können entweder den Aufkleber oder ein Päckchen mit Kreide und Weihrauch mitnehmen. Im Gegenzug bitten die Sternsinger um Spenden für Kinder in Not. Unterstützt werden die Projekte des Kindermissionswerkes. Die Pfarrei St. Bernhard hat unter diesem Dach eigene Projekte, die sie seit Jahren unterstützt.

In Alling werden Umschläge verteilt. 	Foto: Privat
In Alling werden Umschläge verteilt. © Privat

Dass sie nicht von Haus zu Haus ziehen können, finden die Kinder traurig. Doch sie wissen, dass vieles nicht möglich ist. Aber sie durften die Päckchen mit zusammenstellen. Und in St. Bernhard haben sie ein Video mit ihrem Lied und einem Segensgruß gedreht. Dieses kann über den QR-Code auf dem Spendenbrief und ab dem 3. Januar über die Internetseite www.pv-fuerstenfeld.de abgerufen werden.

Besuch beim Stadtoberhaupt

In Germering besuchen die Sternsinger zumindest das Stadtoberhaupt. Am Montag sangen sie vor dem Germeringer Rathaus (siehe Seite 4). Ansonsten werden wie schon im vergangenen Jahr Segenstütchen verteilt. Wer keine bekommt, kann sich nach den Gottesdiensten an Heiligdreikönig einen Segensaufkleber aus den Kirchen mit nach Hause nehmen.

In Puchheim gibt’s Post von den Heiligen Drei Königen. Die Sternsinger werfen einen Brief mit Kohle, Weihrauch und den Türaufkleber von 2022 in die Briefkästen. Persönliche Besuche sind nur möglich, wo die Corona-Vorgaben eingehalten werden können: nur im Freien, mit Abstand und Maske.

Satte 1500 Briefumschläge haben auch die Sternsinger in Alling vorbereitet. Der Clou dabei: Die Umschläge wurde von vielen Allinger Familien selbst gestaltet. Dem Kuvert liegt ein Aufkleber mit der Segensformel 20*C+M+B*22 bei, den die Haushalte selbst an ihrer Eingangstüre anbringen können. Verteilt wird das ganze im Laufe der Woche vom 2. bis 6. Januar in sämtliche Briefkästen der Gemeinde.

Auf die Brieflösung setzt man auch im Pfarrverband Mammendorf und in Moorenweis. Während die Umschläge in Mammendorf in den Briefkasten geworfen werden, kann man sie in Moorenweis bei der Festmesse am Dreikönigstag mitnehmen.

In Mammendorf gibt es außerdem geweihtes Wasser in der Kirche. Auch in Moorenweis und Türkenfeld wird Wasser am Dreikönigstag gesegnet. Die Gottesdienstbesucher können es einfach in einer Flasche mitbringen.

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