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Es kommt zu mehreren Stichwahlen.

Fürstenfeldbruck

Stichwahl in Zeiten der Corona-Krise: Jetzt ist Kreativität gefragt

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In fünf Kommunen im Landkreis gibt es eine Stichwahl. Mitten in der Corona-Krise ist an einen normalen Wahlkampf aber nicht zu denken. Die Kandidaten sind sich dessen bewusst – und gehen unterschiedlich mit der Situation um.

Fürstenfeldbruck – Hände schütteln, persönliche Gespräche, Broschüren verteilen – im Wahlkampf gilt es, Präsenz zu zeigen. Doch daran ist jetzt nicht mehr zu denken. Die Corona-Krise hat den Landkreis fest im Griff. Die Bürgermeister-Kandidaten, die jetzt noch um die Gunst der Wähler buhlen, müssen deshalb einen wahren Spagat hinlegen.

„Wir wollen verstärkt die sozialen Medien nutzen“, sagt der Gröbenzeller CSU-Kandidat Anton Kammerl, der in zwei Wochen in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Martin Schäfer antritt. Auch seine Internetseite will Kammerl noch überarbeiten. Die Rivalität, die normalerweise einen Wahlkampf präge, trete jetzt aber in den Hintergrund, sagt Kammerl.

Amtsinhaber Martin Schäfer (UWG) sieht es ähnlich. Er habe momentan auch nicht wirklich Zeit für Wahlkampf. „Darauf kann ich mich jetzt nicht konzentrieren.“ Es gelte, die Krise zu bewältigen.

Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) will noch einmal Plakate aufstellen und auch das Internet nutzen. „Es muss jetzt eben mit weniger Wahlkampf gehen“, sagt Seidl. Seine Positionen lägen ohnehin schon lange auf dem Tisch.

Seidls Kontrahentin um den Chefsessel im Rathaus, Karin Kamleiter (CSU), arbeitete am Montag mit ihrem Team noch an einer Strategie. Neue Flyer seien eine Möglichkeit – und natürlich auch das weltweite Netz. „Die üblichen Kampagnen fallen jetzt alle flach“, so Kamleiter.

Auch der Zweikampf zwischen Hans Schröder und Stefan Joachimsthaler in Alling steht im Schatten der Krise. Gerade in einem kleinen Dorf sei der persönliche Kontakt sehr wichtig, meint Schröder. Sein Kontrahent sieht das ähnlich. Stefan Joachimsthaler hat allerdings die Hoffnung, dass sehr viele Allinger an der Wahl teilnehmen. Grund ist, dass die Abstimmung ausschließlich per Brief möglich ist.

In den Hintergrund gerückt ist der Wahlkampf für Olchings Bürgermeister Andreas Magg (SPD). „Wir müssen jetzt die Krise managen“, sagt der Rathaus-Chef. Sein Herausforderer Maximilian Gigl (CSU) spricht von einem der Situation angepassten Plan: online werben und Flyer in die Briefkästen werfen.

In Emmering will Stefan Floerecke (CSU) auf den Chefsessel im Rathaus. Er und seine Mitstreiter wollen den Wahlkampf jetzt aber ebenfalls in den Hintergrund rücken lassen. Sie stellen nur ihr Wahlkampf-Lastenfahrrad an zentraler Stelle bestückt mit Werbematerial auf. „Ich glaube, das reicht dann auch in dieser Zeit“, sagt Floerecke. 

Hier gibt es eine Übersicht über die Ergebnisse.

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