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Stollenprüfung: Neuer Tester, altes Ergebnis

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Kritischer Blick aufs Gebäck: Prüfer Wolfgang Furtner testet die verschiedenen Stollen. Franz Höfelsauer, Ehren-Obermeister der Bäckerinnung, und Innungs-Obermeister Werner Nau haben ihren Spaß. © Weber

Einmal im Jahr duftet es im Foyer der Sparkasse wie in einer Weihnachtsbäckerei. Nämlich dann, wenn die Bäckerinnung zur Stollenprüfung einlädt.

Fürstenfeldbruck – Wie gewohnt, kann sich das Ergebnis auch heuer wieder sehen lassen: Von den 33 Produkten, die Qualitätsprüfer Wolfgang Furtner getestet hat, bekamen 24 das Prädikat „sehr gut.“

Für Wolfgang Furtner war es die Premiere bei der freiwilligen Stollenprüfung, an der die Bäckereien Wimmer, Nau, Drexler, Reicherzer, Rackl und Schmitt teilgenommen haben. Manfred Stiefel, der die Prüfung viele Jahre geleitet hat, erlitt vor Kurzem einen Herzinfarkt. „Ich wünsche ihm das Beste“, so Innungsobermeister Werner Nau dazu.

Neben Lebkuchen und Früchtebrot standen natürlich die Stollen im Vordergrund. Experimente gab es in diesem Jahr kaum. „Das Altbewährte läuft immer“, sagt Nau über die klassisch nach Familienrezepten zubereiteten Stollen.

Wie Wolfgang Furtner, der als Bäcker auch zwei Jahre in Australien war, verrät, sind auch ihm die klassischen Butterstollen am liebsten. Bei der Qualitätsprüfung achtet er neben dem Geschmack auf Oberfläche und Struktur des Stollens. „Wichtig ist ein ausgewogenes Aroma.“ Dabei startet jedes Produkt mit 100 Punkten, die dann weniger werden, sollte der Experte handwerkliche Fehler entdecken. „Die Produkte sind Top“, so das Fazit Furtners, der lediglich einen der 33 getesteten nicht auszeichnete. In so einem Fall könne man aber wertvolle Tipps an die Kollegen geben, wie sie es besser machen können.

Insgesamt sieht Werner Nau wieder einen leichten Trend hin zum regionalen Backhandwerk. „Es ist aber ein hart umkämpftes Gebiet.“ Der Erlös aus dem Stollenverkauf an Passanten kommt wieder „Bürger in Not“ zugute.  seo

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