Dafür stimmt eine Mehrheit der Bürger: Das „Labyrinth“ von Hilde Seyboth.

Skulpturenpfad 

Streit wegen Kunstwerk-Kauf der Stadt

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Die Stadt kauft das Kunstwerk mit dem Titel „condition humaine“ der Bildhauerin Maria Rucker. 

Dafür stimmt die Jury: „condition humaine“ von Maria Rucker. tb-Fotos : Johannes Simon

Fürstenfeldbruck – Die Präsentation aus rotem Knollenkalk zeigt ein riesiges Menschen-Herz. Sie ist Teil des Skulpturenpfades, der sich zwischen Stadt und Kloster befindet.

Im Rahmen der Aktion fand ein Wettbewerb unter den ausgestellten Objekten statt. Eine Jury aus Stadträten und Kunst-Experten hat sich für Ruckers Skulptur entschieden. Der Kulturausschuss folgte der Wahl und beschloss mehrheitlich, das Kunstwerk zu kaufen. Zudem erwägt man, ein weiteres Objekt des Skulpturenpfades zu erwerben.

Die Bürger haben beim Wettbewerb ihre Stimme abgeben. 120 Menschen machten mit. Die Mehrheit (37 Stimmen) votierte für das Werk „Labyrinth“ der Künstlerin Hilde Seyboth. Das begehbare Objekt steht derzeit an der Fürstenfelder Straße in der Nähe des Klosters.

Die Jury berücksichtigte zwar das Bürgervoting, entschied sich aber aufgrund der Kriterien „Künstlerische Qualität“, „Nachhaltigkeit“ und „Pflegeaufwand“ für Ruckers Skulptur, für die nur wenig Menschen abgestimmt hatten. „Das verwendete Material ist handwerklich exzellent verarbeitet und gibt den Charakter eines menschlichen Herzens realistisch wieder.“

Ulrich Schmetz (SPD) wandte sich im Kulturausschuss gegen die Wahl der Jury. Er störte sich am Kriterienkatalog der Preisrichter und dabei insbesondere am Punkt Nachhaltigkeit. Er sagte, viele Kunstwerke würden nur vorübergehend aufgestellt. Er sprach von einem „eindeutigen Votum“, das die Bürger abgegeben hätten und machte sich daher für das begehbare Labyrinth stark.

Ähnlich sahen das auch andere Stadträte. Bei drei Gegenstimmen beschloss der Kulturausschuss, Ruckers Objekt zu kaufen – der Kaufpreis beträgt mehrere tausend Euro. Eventuell will man das Labyrinth zusätzlich erwerben.

Wo das Herz-Kunstwerk, das auf einem Podest steht, aufgestellt werden soll, ist noch unklar. Es befand sich bisher im Stadtpark nahe der Bullachstraße. Unbekannte haben es dort mit Edding beschmiert und die Platte vom Sockel runtergehoben. „Es sind zwar keine gravierenden Schäden, aber es ist doch sehr ärgerlich“, sagte FDP-Stadtrat Klaus Wollenberg, ein Mitglied der Jury.

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