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Fürstenfeldbruck

Streit wegen zweiter Schul-Turnhalle

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Eigentlich ist ein Realisierungswettbewerb für den Bau der neuen Grundschule West ein gutes Mittel, um viele Angebote einzuholen. Doch wenn sich der Bauausschuss selbst nicht einig ist, was er will, wird es für jeden Planer schwer.

Fürstenfeldbruck – Ein erster Schritt hin zu einer neuen Grundschule im Brucker Westen ist getan. Der Planungs- und Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat einstimmig, den Auslobungstext für den Architektenwettbewerb anzunehmen. Doch zuvor kam es noch zu einer zweistündigen Diskussion über das Für und Wider einer zweiten Sporthalle und die möglichen Kosten dafür.

Zunächst stellte Till Fischer vom wettbewerbsbetreuenden Architekturbüro AKFU dem Ausschuss den Auslobungstext vor. Die Mitglieder hatten so die Möglichkeit, redaktionelle Änderungen in den Text einfließen zu lassen. An der einen oder anderen Stelle wurden so auch kurze Ergänzungen hinzugefügt.

Doppelturnhalle mit Gymnastikraum

Dann kam der Architekt zum Punkt „Sporthallen“, und Grünen-Stadtrat Christian Stangl brachte die Idee ein, statt der von der Schulleiterin Tanja Stock gewünschten Doppelturnhalle eine Einfachturnhalle und einen Gymnastikraum zu bauen. Vor allem für die ersten und zweiten Klassen sei solch ein Raum völlig ausreichend, meinte er. Und kostengünstiger käme das der Stadt wohl auch.

Mit diesem Vorschlag erntete er prompt heftige Kritik vom Markus Droth (CSU) und Ulrich Schmetz (SPD). Man müsse an die Zukunft denken, der Brucker Westen und viele Vereine bräuchten eine zweite Sporthalle. Vor allem weil die Hallenpläne des TuS am Sportzentrum III derzeit auf Eis liegen. „Wir bauen ja nicht jedes Jahr eine Schule“, so Droth.

Zweite Halle wegen der Ganztagsbetreuung

Vor allem, weil die Ganztagesbetreuung immer häufiger genutzt würde, sei eine zweite Halle notwendig, brachte Michael Maurer von der Verwaltung im Namen der Schulleiterin vor. Daraufhin erwiderte Klaus Wollenberg (FDP), der schon eingangs der Vorstellung auf eine Kostensteigerung beim Schulbau hingewiesen hatte, dass die Aussage der Schulleitung nicht ausschlaggebend sei. 22 Millionen Euro sind im Haushalt eingestellt, 26,5 Millonen sieht das Bauamt als realitische Bausumme an. Man müsse also 4,5 Millionen an anderer Stelle einsparen. „Die Stadt ist nicht so reich, um großzügig sein zu können.“

Kosten kann man später noch einsparen

Danach entbrannte eine Diskussion, was für einen Betrag man nun den Wettbewerbsteilnehmern vorgeben sollte. Die CSU war für 25, die SPD für 26, Die Partei/Bruck mit Zukunft für einen Rahmen von 22 bis 26 Millionen Euro. Wenn es nach der BBV ginge, sollte gar kein Betrag im Auslobungstext stehen. Dem stimmte auch Architekt Fischer zu. „Es gibt später noch genug Stellschrauben, wo man Kosten einsparen könnte.“ Außerdem könne man in so einer frühen Phase noch mit keinen finalen Beträgen planen.

Nach etwa einstündiger Diskussion merkte SPD-Rätin Gabriele Fröhlich an, dass im Auslobungstext ohnehin vermerkt sei, dass sich die Teilnehmer an der Summe im Haushalt orientieren sollen. Damit waren alle Streitereien um die Kosten obsolet geworden und die Vorstellung konnte weitergehen.

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