Der neu gewählte Beirat der Subkultur (hinten v.l.): Laurens Bauer, Hagen Ullmann, Max Müller, Theodor Leistner, 3. Vorsitzender Max Spieler, Florian Gickler, (Mitte v.l.) Madita Michl, Marie Pickl, Julia Türschmann, (vorne v.l.) Christoph Ullmann, Vanessa Witte, Vorsitzende Aline Pronnet und ihre Stellvertreterin Katharina Williams.

Vollversammlung im alten Schlachthof

Subkultur freut sich über zwei Preise

Freude auf der Vollversammlung der Subkultur über ein erfolgreiches Jahr: Der Verein hat heuer zwei Preise gewonnen.

Fürstenfeldbruck –  Nachdem die Subkultur lange Zeit vor allem wegen des maroden Schlachthofes, fehlender Reparaturen und mysteriösen Haushaltsansätzen im Gespräch war, freuten sich die über 400 Mitglieder im Herbst über die Würdigung ihrer eigentlichen Arbeit.

Für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Musik-Förderung erhielt die Subkultur den „Bayerischen Popkulturpreis“ in der Kategorie Nachhaltigkeit. Von der Bezirkstagsfraktion der Grünen gab es den „Grünen Wanninger“, eine Auszeichnung für Kunst und Kultur im Zusammenhang mit sozialem Engagement, benannt nach der Figur des Buchbinders Wanninger von Karl Valentin. 3000 Euro Preisgeld kamen so insgesamt zusammen.

Kein Jahr ohne kleine oder größere Unfälle im „Wohnzimmer“ der Subkultur, dem Alten Schlachthof: Es gab heuer einen Schaden an der Wasserhauptleitung, welcher den Fußboden unter Wasser setzte. Abhilfe schafften oftmals die handwerklichen Fähigkeiten des 3. Vorsitzenden Jannik Heinzelmann.

Dennoch hat sich die Beziehung Mieter-Vermieter mittlerweile substanziell gebessert, berichtete die alte und neue Vorsitzende Aline Pronnet den rund 40 Mitgliedern auf der Vollversammlung: „Die Kommunikation mit der Stadt läuft supergut.“ Aus dem OB-Wahlkampf könne man zudem mitnehmen, dass die Subkultur im Schlachthof mittlerweile als gesetzt für die Umgestaltung des Lände-Areals gilt. Bei Gesprächen über die Zukunft des Gebietes sitze man mit am Tisch. „Darauf können wir ziemlich stolz sein.“

Bei der Aussprache kam das Thema regionale Vernetzung auf: Ein Mitglied hatte bei der Verleihung des Wanninger-Preises andere Vereine mit denselben Zielen gesehen. Mit diesen könnte man sich doch enger verknüpfen. Daraus wird vorerst aber wohl nichts. Denn eine Plattform, die genau diese Ziele verfolgt, gibt es bereits seit dem Jahr 2000, erläuterte Pronnet: die Musikinitiative Oberbayern (MOB). Dort ist die Subkultur auch Mitglied. Die MOB löst sich jedoch in 2018 auf. Das muss aber nicht das Ende des Netzwerk-Gedankens sein, wie Pronnet andeutete. Die Subkultur könne eine Rolle bei dem Aufbau einer neuen Plattform spielen: „Die Kontakte haben wir.“ Allerdings werde das die Aufgabe einer neuen Führungsgeneration werden.

Für dieses Jahr übernimmt noch einmal Pronnet den Job als Vorsitzende. Ihre Stellvertreterin wird Katharina Williams, 3. Vorsitzender Max Spieler. Pronnet will mögliche Nachfolger mit einbeziehen. Sie werde Gesprächstermine nicht mehr alleine wahrnehmen, kündigte sie an. Damit sollen das Wissen und die Kontakte auf die Jüngeren übergehen.

Manchen Brucker Vereinen fällt das Geldausgeben zwar ziemlich leicht, bei der Subkultur ist der Vorstand aber anscheinend noch zu knausrig. Die Führungsriege musste sich wieder einmal den spaßig gemeinten Tadel anhören: Gebt mehr Geld aus, zum Beispiel für Band-Gagen und gerne auch für die engagierten Mitglieder. Denn die Kassen sind gut gefüllt: Zum Jahresende werden circa 21 500 Euro im Vereinssäckel liegen. Fabian Dilger

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