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An der Piratenbar: (v.l.) Vanessa Witte (Beisitzer), Aline Pronnet (Pressesprecherin), Dirk Hoogen, Yannik Heinzelmann (Vorsitzender), Max Spieler (Beisitzer).

Am kommenden Wochenende

20. Subkultur-Open-Air: Das ist geboten

Fürstenfeldbruck – Ein Konzertwochenende von regionalen Bands für die örtliche Jugend - das ist das Subkultur-Open-Air. Heuer findet es zum 20. Mal statt. Das  Sie gehörten von Anfang an zusammen: Der Verein Subkultur und sein jährliches Open-Air-Festival im Sommer. An diesem Wochenende findet das Event bereits zum 20. Mal statt.

Längst ist der Termin bei der örtlichen Jugend Pflicht und der Verein eine feste Größe in der Brucker Kulturlandschaft. Dirk Hoogen, Leiter Unternehmenskommunikation der Brucker Sparkasse, erinnert sich noch genau, als im Sommer 1996 alles begann. Ganz im Gegensatz zu der heutigen Führung des Subkultur-Vereins – denn der war damals noch im Kindergarten-Alter.

„Damals, als wir angefangen haben, war das etwas ganz Neues“, erzählt er. Ein Open-Air mit regionalen Bands für die Jugend vor Ort – das hat es weder in Bruck noch in der Gegend gegeben. „Das Festival war damals ziemlich gut besucht“, erinnert sich Hoogen. „Und das, obwohl alles recht kurzfristig war.“ Es fand auf dem Klostergelände statt und dauerte nur einen Tag. „Dass sich das über so viele Jahre gehalten hat, ist eine tolle Sache“, sagt Hoogen froh.

Seit 1999 findet das Event, das zu einem Fixpunkt im Brucker Veranstaltungskalender geworden ist, auf dem Gelände des Alten Schlachthofs statt. Und auch für die Vereinsmitglieder ist das Festival der Höhepunkt im Jahr, wie Vorsitzender Yannik Heinzelmann und Pressesprecherin Aline Pronnet bestätigen. Mit 600 bis 800 Besuchern pro Abend ist das Open-Air die größte Veranstaltung, die der Verein organisiert. Unter den Gästen sind meist auch viele Ehemalige, Freunde und Mitglieder des Vereins, die bereits nicht mehr in Bruck wohnen. Es gebe also oft schöne Wiedersehen, erklärt Pronnet. „Dadurch dass es das erste Ferienwochenende ist, kommen auch viele junge Leute von auswärts heim.“

Flyer von 1996: Diese Bands spielten vor 20 Jahren im Klosterhof.

20 bis 30 Helfer sind nötig, damit die Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht. Die Vorbereitungen für die Jubiläumsausgabe laufen auf Hochtouren. Heuer gibt es eine als Piratenschiff konzipierte Bar aus Holz. Ebenfalls in diesem Jahr auf dem Gelände: ein großes Bällebad. Ansonsten wird es aber keine großartigen Neuerungen zum runden Geburtstag des Festivals geben. „Warum Bewährtes ändern?“, fragen die Verantwortlichen.

Das heißt also: Auch bei der zwanzigsten Auflage gibt es wieder regionale Bands zu sehen – darunter alte Bekannte und neue Gesichter, die den Leuten bei einem Auftritt während des vergangenen Jahres gut gefallen haben. „Das Line-Up ist uns, glaube ich, auch dieses Jahr wieder gut gelungen“, sagt Pronnet zur Band-Auswahl. Am Freitag im Programm ist zum Beispiel Rapper Puerto Nico, dessen musikalische Wurzeln in Bruck liegen. „Da kann man sicher sein, dass das Haus voll ist“, kündigt Pronnet an.

Ähnlich wird es sein, wenn die Headliner, die Mitgleider der Band „Marathonmann“ aus München, die Subkultur-Bühne betreten. Für diese Gruppe habe man allerdings besonders tief in die Tasche greifen müssen, so Pronnet. Aber für die Jubiläumsausgabe sei es das auf jeden Fall wert.

Eine Sache, die in den vergangenen 20 Jahren gleich geblieben ist, ist die entspannte Atmosphäre, sagen die Verantwortlichen. Man kennt sich, man genießt die familiäre Stimmung und das Wiedersehen. Zwischenfälle gab es kaum. „Das Schlimmste, was bisher passiert ist, war ein gestauchter Zeh“, sagt Heinzelmann lachend.

Wer weiß, vielleicht gibt es das Subkultur Open-Air auch in 20 Jahren noch? Die Staffelübergabe an jüngere Generationen hat schließlich auch in den letzten zwei Jahrzehnten gut geklappt, findet Dirk Hoogen: „Die wesentliche Leistung ist ja, dass alles weitergetragen wird.“  

Das 20. Open-Air

der Subkultur findet am Freitag und Samstag, 29./30. Juli, statt. Einlass ist am Freitag ab 16 Uhr, am Samstag ab 14 Uhr, die Karte für beide Tage kostet acht Euro. Das Programm mit allen auftretenden Musikern findet man auf Facebook bei der zugehörigen Veranstaltung.

von Fabian Dilger

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