Vor dem Ausstellungsort in der Kirchenstraße erläutert Subkultur-Sprecher Leon Schubert das Konzept.
+
Vor dem Ausstellungsort in der Kirchenstraße erläutert Subkultur-Sprecher Leon Schubert das Konzept.

Fürstenfeldbruck

Subkultur stellt Kunst ins Schaufenster

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
    schließen

Die Kirchstraße in Fürstenfeldbruck wird wieder zum Ausstellungsraum. Der Jugendkulturverein Subkultur präsentiert in den Schaufenstern des ehemaligen Top-Point-Ladens die Werke von drei Künstlern.

Fürstenfeldbruck – Kunstausstellungen in Innenräumen sind wegen der Pandemie derzeit nicht möglich. Die Stadt hat der Subkultur deshalb die Schaufenster der Räume an der Kirchstraße 3 zur Verfügung gestellt. Dort bietet der Verein lokalen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Den Startschuss gab es im Januar mit Gemälden von Hans Seitz. Nun zieren – neben einer Street-Art-Interpretation des Subkultur-Logos – die Arbeiten von Magdalena Kurz, Florian Schwab und Klaus Schräder die Schaufenster.

Naturfotografin Magdalena Kurz will nicht nur den künstlerischen Aspekt ihrer Fotografien vermitteln. Bei Reisen nach Afrika hat sie ihre Liebe zur Naturfotografie entdeckt. „Ich konnte viel über das Ökosystem der afrikanischen Wildnis erlernen und die wichtigen Zusammenhänge begreifen“, sagt sie. Mit ihren Fotos habe sie nicht nur die Schönheit der Wildnis zeigen, sondern auch über Schattenseiten wie die Wilderei aufklären wollen.

Florian Schwab ist ein junger Künstler, der eine Ausbildung zum Holzbildhauer absolviert hat. „Dabei habe ich nicht nur für Bildhauerei und Holz eine Leidenschaft entwickelt, sondern auch für andere klassische Techniken wie Linolschnitt, Kalligraphie und Malerei“, sagt der aus Fürstenfeldbruck stammender und heute in München lebende Künstler. Dabei sei Kunst für ihn ein Schlüssel geworden, auch erotische und sexuelle Inhalte darzustellen. „Außerdem spiele ich gerne mit extremen Perspektiven, und mag es, wie sich Formen dabei verändern und verzerren.“

Klaus Schräders gezeigte Werke widmen sich der Installation „The Gates“ der berühmten Verhüllungskünstler Christo und Jeanne-Claude in New York. „Ich habe diese Installation im Februar 2005 besucht und dabei viele Fotos gemacht“, berichtet Schräder. Das Orange-Gelb der Stoffbahnen habe einen herrlichen Kontrast mit dem blauen Himmel gebildet. „Dieses Gelb veränderte sich mit dem Sonnenstand, und der Wind hielt die Stoffbahnen in Bewegung.“

Für acht Wochen sollen die Werke von Kurz, Schwab und Schräder in den Schaufenstern an der Kirchstraße ausgestellt werden. „Danach wollen wir weiteren Künstlern, auch unbekannteren, eine Bühne bieten“, sagt Subkultur-Sprecher Leon Schubert, der das Projekt zusammen mit Tim Niklas organisiert hat. Wer seine Arbeiten zeigen möchte, kann sich per Mail (info@subkultur-ffb.de) an an den Verein wenden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare