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Orientierung auf dem Weg ins Berufsleben will die Messe „Vocatium“ bieten, die zum vierten Mal stattfand. 

Fürstenfeldbruck

Die Suche nach der eigenen Zukunft

Scharen von Jugendlichen schoben sich in der vergangenen Woche durch die von Infoständen gesäumten Gänge des Veranstaltungsforums. 

Fürstenfeldbruck – Statt ihren Lehrern lauschten die Schüler dieses Mal den Ausstellern der Berufsmesse, um sich fernab des Klassenzimmers über ihre Zukunft nach der Schule bewusst zu werden. Die Áusbildungsmesse „Vocatium“ für Ausbildung und Studium versammelte heuer 57 Aussteller, darunter Firmen, Hochschulen und Behörden. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Zisterzienserabtei trafen sie mit rund 2000 Schülern aus 75 Klassen aller Schularten zusammen.

Kerstin Lehne, Prokuristin des „Instituts für Talententwicklung“, das die Messe ausrichtet, sieht die Veranstaltung vor allem als Hilfestellung an die Schüler, mit der oft überwältigenden Auswahl an Möglichkeiten umzugehen: „Unsere Aufgabe ist es, einen guten Querschnitt der Berufswelt abzubilden. Wir möchten auch das vermitteln, was die Eltern oft nicht vermitteln können oder wollen.“ Überhaupt seien die Erziehenden ein großer Einflussfaktor bei der Entscheidungsfindung.

Erstmals gab es deshalb eine Eltern-Lounge auf der Messe, in der sich Eltern bei Ausstellern über die Perspektiven ihrer Sprösslinge informieren konnten. „Im Zentrum steht aber immer noch der Schüler“, stellt Lehne klar, „es geht um seine Entscheidung.“

Doch eine solche Messe wie die „Vocatium“ sehen nicht alle als ausreichend für die Berufswahl. Bettina Jungtorius, Schulleiterin der Mittelschule Nord in Fürstenfeldbruck, betont die Vorteile einer individuellen Betreuung jedes Berufseinsteigers. „Wir haben einmal ehemalige Schüler vor der Klasse über ihre aktuellen Jobs reden lassen. Da waren alle Feuer und Flamme für diese Berufe, das hat die oft steife Atmosphäre eines Beratungsgesprächs aufgebrochen.“ Vor allem aber bei abgehenden Mittelschülern bestehe oft das Problem, dass sie beim Austritt aus der Schule zu jung seien. Die oft nur Vierzehnjährigen bekämen deswegen häufig keinen Praktikumsplatz und hätten ohnehin noch wenig Vorstellung vom realen Berufsleben.

Die Veranstalter der „Vocatium“ wollen davon zumindest einen ersten Eindruck vermitteln. Es gab heuer verstärkt Einzelgespräche mit den Ausstellern, auf die sich die Schüler vorbereitet haben. Das sei auch durchaus wichtig für die Schüler, meint Jungtorius. Die erste Berufsentscheidung dürfe man aber ohnehin nicht überbewerten: „Der erste Schritt ist wichtig. Aber er ist nicht lebensentscheidend.“ Viel wichtiger sei, dass sich die jungen Menschen aktiv mit ihrer Zukunft beschäftigten.  gfk

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