Sauna, Hütten und Pool sollen weg

Swinger-Club geht gegen Abriss-Aufforderung vor

 Der Swingerclub Burg Ibiza muss Schwarzbauten auf seinem Außengelände bis Ende 2023 abreißen. Allerdings könnte es sein, dass die Stadt diese Forderung noch vor Gericht durchfechten muss.

Fürstenfeldbruck– Im Oktober 2015 hatte es in der ehemaligen Wirtschaft am Sommerkellerweg im äußersten Brucker Norden gebrannt. Erst hierbei war aufgefallen, dass sich auf dem Außengelände einige Bauten befinden, die keine Genehmigungen haben.

Mitte 2016 entschied deswegen der zuständige Stadtrats-Ausschuss: Ein freistehender Pool mit Sonnenterrasse im Garten, die achteckige Außensauna aus Holz und zwei Hütten müssen bis Ende 2021 abgerissen werden.

Das war den Eigentümern offenbar eine zu kurze Zeit. Sie klagten beim Verwaltungsgericht München gegen den Abriss. Jetzt schlagen sie der Stadt allerdings einen Vergleich vor: Wenn die Schwarzbauten erst bis Ende 2026 abgerissen werden müssen, dann ziehe man die Klage zurück.

Die Stadträte im Planungs- und Bauausschuss waren zu einem Kompromiss bereit. „Uns verbaut es nichts und es tut keinem weh“, sagte zum Beispiel Karl Danke (BBV). Nur Uli Schmetz stimmte gegen eine Duldung. „Baurecht ist dazu da, dass man sich daran hält“, sagte er.

Einige der Anlagen am Sommerkellerweg sind auch schon verschwunden. Eine Garantie bis 2026 wollte die Mehrheit aber nicht geben. „Acht Jahre sind eine narrisch lange Zeit“, sagte Hans Schilling (CSU). Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) wurde Ende 2023 als Abrissdatum fixiert.

Dann sei die Bundeswehr wahrscheinlich abgezogen und dann könne man weitersehen, sagte OB Raff. Nun muss die Stadt abwarten, ob die Eigentümer auf dieses Datum eingehen oder ob sie nicht doch vor Gericht ziehen wollen.  fd

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