Glosse

Tagblatt intern: Die Revolution der schnellen Bilder

Landkreis - Mal in der Tagblatt-Redaktion Mäuschen sein, das würden viele Leser gerne. In den Weihnachtsferien gewähren wir im Rahmen einer tägliche Kolumne Einblick. Heute geht es um Bilder.

Sechsmal pro Woche produziert die Redaktion eine Zeitung – daran hat sich seit über 100 Jahren nichts geändert. Gewandelt haben sich das Gesicht der Ausgaben und die Arbeitsabläufe.

Zum Beispiel die Bilder: In den Gründerjahren gab es höchstens Zeichnungen. Um sein Konterfei in der Presse wiederzufinden musste man Kaiser oder König sein. Heute sind in jeder Ausgabe Otto-Normalbürger abgebildet.

Möglich gemacht hat das auch die digitale Revolution. Als Praktikantin in den 1980er-Jahren brachte ich am Sonntag noch schwarz-weiß Abzüge der Sportfotos zum Bahnhof. Ein S-Bahnfahrer nahm sie mit nach München, ein Kollege holte sie am Hauptbahnhof ab und trug sie ins Pressehaus, wo sie für den Druck aufbereitet wurden. Ausschnitte wurden mühsam mit einer Bildscheibe ausgerechnet und mit Fettstift angezeichnet.

Heute schickt quasi ein Tastendruck auf dem Computer die Bilder direkt aus der Digitalkamera ins Redaktionssystem. Minuten später erscheinen sie auf dem Bildschirm am geplanten Platz in der Zeitungsseite. Praktischer, keine Frage. Aber beschaulicher geworden ist unsere Arbeit dadurch nicht.

Überkommt mich Nostalgie, öffne ich die unterste Schreibtischschublade. Ganz hinten liegen darin die alten Utensilien. Manchmal erkläre ich staunenden jungen Kollegen, wie man sie handhabt.

sk

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