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Taxifahrer beklagen unfaire Konkurrenz

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Kritisiert die Wettbewerbsverzerrung: Taxifahrer Eduard Abalovi aus Germering ist von der Uber-Konkurrenz alles andere als begeistert. © Gehre

Bei den Taxi-Unternehmern im Landkreis herrscht Unmut. Grund ist der Fahrdienstvermittler Uber aus den USA, der den Autos in Beige immer mehr Konkurrenz macht.

Germering/Fürstenfeldbruck – Wenn Eduard Abalovi mit seinem Taxi unterwegs ist, ist neben seinen Fahrgästen immer auch eine Portion Ärger mit an Bord – Ärger über die neue aus den Vereinigten Staaten kommende Konkurrenz namens Uber. Die befördert wie er Menschen von A nach B, hält sich aus Sicht der Taxler aber nicht an die strengen Regeln für das Gewerbe. „Das verzerrt den Wettbewerb“, sagt der Germeringer.

In München, wo die US-Konkurrenz schon fleißig fährt, haben die Taxifahrer vor einem Monat mit einer Sternfahrt gegen die „Pseudo-Taxis“ demonstriert. Solche Maßnahmen seien im Landkreis zwar noch nicht geplant, sagt Günter Fasching von der Taxifunk Genossenschaft Fürstenfeldbruck. Doch auch unter den offiziellen Chauffeuren zwischen Germering und Althegnenberg sei Uber ein Thema.

Gegen Wettbewerb hat Fasching nach eigenem Bekunden nichts einzuwenden. „Konkurrenz ist nicht verkehrt“, sagt er. Dann müssten die Voraussetzungen aber für alle gleich sein und sich alle Anbieter an die gültigen Tarife halten. Das mache Uber nicht. Und auch das Angebot sei nicht das Gleiche. „Wir bieten seit Jahrzehnten einen 24-Stunden-Service an“, sagt Fasching. Bei Uber könne es passieren, dass zu bestimmten Zeiten kein Fahrer komme.

Eduard Abalovi weist noch auf ganz andere Probleme hin – nämlich die Ausbildung. Er rechnet vor, wie viel Zeit und Geld er dafür investiert hat: So kämen etwa für eine Fachkundeprüfung, eine Unternehmerprüfung, Unterrichtsmaterial und Kurse schnell mehrere 1000 Euro zusammen. Hinzu komme eine regelmäßige ärztliche Untersuchung. Abalovi weiß das ganz genau – schließlich ist er erst seit einem Monat selbstständig und hat den Werdegang zum Taxi-Unternehmer somit erst vor kurzem durchlaufen. „Und dann kommt einer, der ein Auto und einen Führerschein hat, und fährt die Leute herum“, sagt er verärgert.

Wie viele Fahrten – und damit bares Geld – den Taxlern im Kreis durch die neue Konkurrenz durch die Lappen gehen, weiß niemand genau. Dennoch versuchen die etablierten Chauffeure schon, gegenzusteuern. „Zum Beispiel mit Festpreisen zum Flughafen“, sagt Günter Fasching. Außerdem wolle man mit Service punkten.

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