So etwas hätte es ohne Corona nicht gegeben: Hannelore Stannecker (l.) und Dorothea Muhr hören vom Gartenzaun aus das Konzert der Bluestrings.
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So etwas hätte es ohne Corona nicht gegeben: Hannelore Stannecker (l.) und Dorothea Muhr hören vom Gartenzaun aus das Konzert der Bluestrings.

Fürstenfeldbruck

Theresianum lädt Nachbarn zum Gartenzaunkonzert

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Bei strahlendem Sonnenschein lud das Alten- und Pflegeheim Theresianum Mitarbeiter und Bewohner in den Innenhof zu einem Konzert ein.

Fürstenfeldbruck – Und auch die Nachbarn durften der Brucker Band „Bluestrings“ zuhören. Denn das Konzert wurde im Rahmen der Aktion „Tag der Nachbarn“ veranstaltet. „Schauen Sie mal übern Gartenzaun“, lautete die Aufforderung auf Einladungskarten des Theresianums, die an rund 80 Häuser in der Nachbarschaft verteilt wurden. Pünktlich zu Beginn des Konzerts versammelten sich neben rund 30 Bewohnern und Angehörigen auch einige Nachbarn am Zaun. „Eine Veranstaltung wie diese habe ich bisher noch nicht erlebt“, sagte Dorothea Muhr. Zusammen mit ihrer Nachbarin Hannelore Stannecker lauschte sie den Bluestrings.

Für das junge Ensemble um Frank Wunderer war es in der Corona-Pandemie der erste Auftritt seit Weihnachten. Die Musiker spielten für die Theresianum-Bewohner und Zaungäste Eigenkompositionen und bekannte Lieder verschiedener Künstler, wie beispielsweise der US-Musiker Stevie Wonder.

Christel Benzinger von der Bürgerstiftung für den Landkreis und Theresianum-Koordinatorin Anita Beer freuten sich über den musikalischen Besuch. „Durch Corona haben wir richtig Schwierigkeiten, die Bewohner zu aktivieren“, sagte Beer. Umso wichtiger seien solche Aktionen, schob sie hinterher und blickte in Richtung der versammelten Bewohner und Betreuer, die die Älteren zum Tanzen und Klatschen animierten.

„Die Heimbewohner finden es wunderbar, dass die jungen Musiker sie besuchen“, sagte Heike Müller, Mitarbeiterin der sozialen Betreuung im Theresianum. „Sie werden wacher und aufmerksamer.“ Das Gartenzaun-Konzert sei zudem eine Chance, eine Verbindung zu den Theresianum-Nachbarn aufzubauen.

Doch von einigen Zaungästen gab es auch etwas Kritik. Die Sicht auf den Innenhof und die Konzertbühne sei von außen erschwert. „Wir sind eingeladen, aber irgendwie nicht dabei“, meinte eine Nachbarin. Eine süße Überraschung und ein Tütchen mit Sonnenblumensamen gab es am Ende aber für alle Zuhörer – ob vor oder hinter dem Gartenzaun.

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