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Eine Traglufthalle

Herrsching/Fürstenfeldbruck

Traglufthalle für Bundesliga-Volleyballer: Jetzt starten die Gespräche

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Die Pläne der Herrschinger Bundesliga-Volleyballer, in Bruck eine Multifunktionsarena zu bauen, haben die nächste Hürde genommen. Der Planungs- und Bauausschuss gab grünes Licht, das Projekt weiter zu verfolgen. Doch es bleiben noch einige Frage offen.

Fürstenfeldbruck/Herrsching – „Das ist eine einmalige Chance für Fürstenfeldbruck, die wir unbedingt nutzen sollten“, meinte Joachim Mack, Vorsitzender des Sportbeirats zum Ende der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses. Gemeint war die Chance, die Bundesliga-Mannschaft der Herrschinger Volleyballer – sie nennt sich der Geilste Club der Welt (GCDW) – zukünftig in der Kreisstadt zu bestaunen. Die hatten sich mit der Anfrage an die Stadt gewandt, in der Cerveteristraße direkt an der B471 eine Multifunktionsarena zu errichten. Auch die Brucker Vereine könnten diese Halle nutzen.

Können sich die heimischen Vereine die Halle überhaupt leisten?

Doch einige Stadträte sahen nicht nur die positiven Seiten dieser Idee. Allen voran kritisierte Ulrich Schmetz (SPD) das Vorhaben. Er befürchtet, dass sich die heimischen Vereine die hohe Hallenmiete gar nicht leisten können. Der Investor, mit dem die Herrschinger Volleyballer die Halle bauen wollen, hätte ausschließlich wirtschaftliche Interessen. „Es geht dabei nicht um die Förderung der Sportvereine.“

Jener Investor stand auch im Zentrum einer anderen zentralen Frage, die Klaus Wollenberg (FDP) in den Raum warf: Was passiert im Falle des Konkurses des Herrschinger Vereins oder seines Investors? Er forderte deshalb, dass die Herrschinger ein wirtschaftliches Konzept vorlegen sollen, das die mittelfristigen Planungen darstellt. Markus Droth (CSU) brachte die Idee ins Spiel, dass sich die Stadt ein Vorkaufsrecht für das Areal zusichern lassen sollte.

Fläche im Privatbesitz

Die Umsetzung dieses Vorschlags dürfte allerdings schwierig werden. Die Fläche, auf der die Traglufthalle entstehen soll, befindet sich in Privatbesitz. Die Stadt habe darum kaum eine Handhabe, erklärte OB Erich Raff. Allerdings gebe es durchaus alternative Pläne, sollte der GCDW noch abspringen. „Dann entwickeln wir auf der Fläche halt Gewerbe“, sagte Raff.

Für die südlich davon zwischen der Zufahrt auf die B471 und dem Keltenweg gelegene Fläche sei das ohnehin schon geplant. Dort könnte unter anderem ein Hotel entstehen. Die Stadt hofft dabei auf Synergieeffekte mit der direkt daneben geplanten Multifunktionsarena. Das seien alles erst einmal nur Überlegungen und man steht erst ganz am Anfang, betonte OB Raff. „Es ist vor allem ein Signal an Herrsching, schnellstmöglich an die Planungsumsetzung zu gehen.“

Und die Zeit drängt. Geht es nach dem GCDW, sollenbereits in der Saison 2022/23 die ersten Heimspiele in der Arena in Fürstenfeldbruck ausgetragen werden. Bei einer Zustimmung des Ausschusses könnten bereits in den Sommerferien die Gespräche mit den Sponsoren des Projekts geführt werden, kündigte Raff an. Und die Stadträte sendeten dieses Signal dann auch. Gegen die Stimmen von Ulrich Schmetz und Gabriele Fröhlich (beide SPD) votierte das Gremium für den Bau der Multifunktionsarena und die Ansiedlung von Gewerbe.

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