Trauer um Albert Bauernfeind

Nach schwerer Krankheit ist der langjährige Dekan und katholische Pfarrer Albert Bauernfeind gestorben. 

Fürstenfeldbruck - Bauernfeind (65)  galt innerhalb der katholischen Kirche als kritischer Geist. Im November 2017 zog er sich wegen seiner Erkrankung von seinem Amt als Stadtpfarrer in Fürstenfeldbruck zurück. 

Der gebürtige Oberpfälzer wurde 1985 in der Domstadt Freising zum Priester geweiht. Nach Stationen in Gilching, München, Eichenau und Alling leitete er ab 2010 die Brucker Stadtkirche. Daraus entstand der Pfarrverband Fürstenfeld, der aus den Pfarreien St. Magdalena in Puch, St. Johannes in Emmering, St. Bernhard in Bruck und St. Stephan in Biburg und Pfaffing besteht.

 Bauernfeind musste im Jahr 2016 am Herzen operiert werden. Er lag auf der Intensivstation, quälte sich durch die Reha. Als er im Juni 2017 aus dem Krankenstand zurückkehrte, sagte er dem Tagblatt: „Der Eingriff hat mein Leben verändert, ohne dass ich es planen und steuern konnte.“

Bauernfeind legte die Kirchenlehre nach den Begebenheiten der Gegenwart aus. Aufsehen erregte er vor  einigen Jahren, als er bei einer Podiumsdiskussion über sexuellen Missbrauch durch Priester die Gläubigen zum Widerstand gegen verkrustete Kirchenstrukturen aufrief. Er sprach davon, dass sich die katholische Kirche in der größten Krise der Neuzeit befinde. Seiner Meinung nach begünstige das hierarchisch organisierte und weltfremde System der Kirche den sexuellen Missbrauch.

Er forderte die Öffnung der Institution sowie eine Diskussion über den Zölibat und die bestehende Sexualmoral. Außerdem sprach er sich dafür aus, Frauen zum Priesterseminar zuzulassen. 

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