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Dirigent Steffen Schmitt hatte Premiere am Pucher Meer. Zuhörer und Mitwirkende bekamen Urlaubsgefühle.

Serenade am See

Traumhafter Abend am Pucher Meer

Entspannter kann ein Konzertabend nicht sein. Am Ufer des Pucher Meers lud der Jugend Musik Verein (JMV) zu seiner jährlichen Serenade am See ein und bescherte den vielen Zuhörern eine Stunde lang einen Hauch von Urlaubsfeeling.

Fürstenfeldbruck – Ein paar Schwimmer tummelten sich noch im See, während das Orchester seinen Stammplatz auf der Wiese einnahm und die Zuhörer es sich auf Stühlen, Picknickdecken und aufblasbaren Kissen gemütlich machten. Vom Hang aus hatte jeder einen perfekten Blick auf Musiker und traumhafte Seekulisse.

Das Auftaktstück hätte unter diesen Umständen nicht besser gewählt sein können. Mit Beethovens „Ode an die Freude“ eröffneten die jungen Blasmusiker unter der Leitung von Steffen Schmitt ihr Freiluft-Konzert. Was folgte, war ein Mix aus Klassik und Moderne, der sich vor allem durch seine unbekümmerte Vielfalt auszeichnete. Antonin Dvorak quasi Seite an Seite mit Andrew Lloyd Webber und Udo Jürgens boten viel Gelegenheit, Talent und Spielfreude unter Beweis zu stellen – und auch Ehrgeiz. Für das nächste Wertungsspiel im Herbst studiert das Orchester Reinhard Summerers „Divertimento Veneziano“ ein und konnte die ersten beiden von insgesamt sechs Sätzen bereits ins Serenaden-Programm aufnehmen.

Während die Sonne langsam hinter den Bäumen versank, ließen die knapp 30 Musiker Erinnerungen an die großen Musicals der letzten Jahrzehnte wach werden. Auf Ausschnitte aus „Cats“ und „Phantom der Oper“ folgte eine Ode an den deutschen Schlager. Zum Medley aus Hits von Udo Jürgens hätte man sogar tanzen dürfen. Der Aufforderung von Moderatorin Luisa Kaufmann kam jedoch niemand nach. Lateinamerikanische Rhythmen beendeten den offiziellen Teil des Programms.

Eine Premiere war die See-Serenade für Dirigent Steffen Schmitt, der erst im vergangenen Oktober die Leitung des JMV übernommen hat. Als Profi-Musiker hat Schmitt zwar schon oft unter freiem Himmel gespielt und dirigiert, doch die Atmosphäre am Pucher Meer findet er einzigartig. „Ich habe den Abend wahnsinnig genossen.“ (os)

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