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Leere Kästen: Das Augustiner wird im Sommer auch in Bruck knapp. Deshalb hat Getränkehändler José Luis Bueno Born bereits vor dem Sommer einen ordentlichen Vorrat angelegt. 

Bier und Wasser

Das trinken die Brucker im Sommer

Wenn die Sonne vom Himmel herunter brennt, dann ist der Durst besonders groß. Doch was für Getränke kommen bei den Bruckern im Sommer auf den Tisch, und was sind die Trends? Das Tagblatt hat sich im Getränkemarkt umgehört.

FürstenfeldbruckBier und Wasser: Das sind die Verkaufsrenner. Es seien einfach die Klassiker im Sommer, sagt José Luis Bueno Born, der Pächter des AEZ-Getränkemarktes in der Heimstättenstraße. Wobei beim Gerstensaft das oft gehörte Klischee vom begehrten Augustiner stimmt: Das Bier der Münchner Brauerei wird mit Abstand am meisten gekauft, auch bei Tanja Rumpelt, die im Orterer-Markt in der Rothschwaiger Straße selbstständige Vertriebspartnerin ist.

So mancher Getränkehändler in der Region klagt schon über leere Regale, weil die Nachfrage größer ist als die Kapazitäten der Brauerei. Doch für Tanja Rumpelt ist dies kein Grund zur Sorge, sie wird direkt von der Brauerei ausreichend beliefert: „Bei mir kommt der Augustiner-Lkw persönlich vorbei.“

Auch ihr Kollege Bueno Born hat sich schon in weiser Voraussicht auf den Ansturm auf die blauen Biertragerl eingestellt. „Ich habe mich schon vor dem Sommer ordentlich bevorratet“, verrät er. Außerdem kann er mit noch einem besonderen Vorteil bei den Kunden punkten: Sein Markt hat nämlich eine große Kühlung, in der er Kästen lagern und sie dann mit gekühlten Flaschen verkaufen kann.

Auch dort: Augustiner soweit das Auge reicht. 70 Kisten lagern hier, sagt Bueno Born. Dazu kommt noch ein wenig Tegernseer, der geringe Rest ist auf andere Biersorten verteilt.

Wenn tatsächlich einmal eine bestimmte Biersorte aus ist, dann reagieren seine Kunden eigentlich verständnisvoll, meint Bueno Born. Schließlich kommen die meisten immer wieder. Die meisten Brucker, so seine Überzeugung, haben einen Stamm-Getränkemarkt.

Dabei ist den Kunden im Sommer vor allem eines wichtig: Kühl müssen die Getränke sein. Beide Händler haben mehrere große Kühler bei sich stehen, an denen sich die Kunden reichlich bedienen. „Die Kühler könnten größer sein“, sagt Rumpelt, die oft nachfüllen muss.

Der stärkste Monat ist bei beiden übrigens nicht der August, sondern der Juli. Da ist es heiß, und es sind noch nicht alle im Urlaub, so die einstimmige Aussage.

Das Kaufverhalten in den warmen Monaten unterscheidet sich laut Rumpelt deutlich von dem in der Winterzeit. In der Früh viel los, nachmittags tote Hose und nach dem Baden stürmen die Kunden dann wieder den Laden, erzählt sie. Wenn es zu heiß werde, dann habe das allerdings nicht nur Auswirkungen auf den Durst, sondern auch auf die Stimmung. „Wenn es lange zu heiß ist, dann sind die Leute nicht mehr gut gelaunt.“

Einen Trend hat José Luis Bueno Born bei einem bestimmten Mischgetränk in den letzten beiden Jahren ausgemacht: Viele Leute kaufen das Gösser-Naturradler aus Österreich. Eine solche Mode könne in Zeiten der sozialen Medien auch ganz schnell verbreitet werden, meint er. Sein Favorit ist das Erzeugnis aus der Steiermark aber nicht. Sein Alternativ-Tipp: Mönchshof-Naturradler, das sei wenigstens ein bayerisches Bier.

Nach dem Sommer ist vor der Wiesn. Man denkt zwar noch gar nicht daran, doch schon jetzt kann man bestimmte Sorten von Oktoberfestbier im Getränkemarkt kaufen. Bei Tanja Rumpelt ist das Paulaner Festbier schon fast abverkauft. Doch auch beim Wiesn-Bier gilt wieder, wie die beiden Getränkehändler sagen: Alle warten auf das Augustiner. Doch das kommt erst kurz vor Wiesn-Beginn in die Läden – dann wenn der Sommer sich schon so langsam verabschiedet. (fd)

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