1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Fürstenfeldbruck

Trinkwasser wird ab Januar teurer

Erstellt:

Von: Ingrid Zeilinger

Kommentare

Trinkwasser
Trinkwasser © dpa / Oliver Berg

Die Stadtwerke erhöhen ab 1. Januar 2019 die Trinkwasserpreise. Ein Kubikliter kostet statt 91 Cent künftig 1,02 Euro. Auch die Grundpreise werden einmalig angepasst.

FürstenfeldbruckFür einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus mit 200 Kubikmeter Verbrauch fallen damit rund 2,70 Euro mehr pro Monat an. Bei Mehrfamilienhäusern wirken sich die jährlichen Mehrkosten aufgrund der auf mehrere Haushalte zu verteilende Grundgebühr geringer aus.

Für die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser sei man auf ein leistungsfähiges und verlässliches Leitungsnetz angewiesen, sagt Christian Wiegner, Leiter Erneuerung/Rohrnetze. „Aus diesem Grund haben wir vor vier Jahren begonnen, dieses zu sanieren.“ Doch es seien umfangreichere Investitionen nötig, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und beste Wasserqualität zu gewährleisten.

Die Stadtwerke versorgen Fürstenfeldbruck, Gelbenholzen, Lindach und Pfaffing mit Trinkwasser. Mit der Sanierung des 122 Kilometer langen Leitungsnetzes sollen die mit 14 Prozent überdurchschnittlich hohen Netzverluste eingedämmt werden. Die Graugussleitungen werden durch duktile Gussleitungen ersetzt. Diese sind elastischer, dadurch bruchfester und somit langlebiger.

Um die Leckagen – meist kleine Risse, durch die oft wenig, aber dauerhaft Wasser austritt – aufzufinden, haben die Stadtwerke für 20 000 Euro neue, leistungsfähigere Leckortungsgeräte angeschafft. Diese offenbarten, dass das Netz undichter ist als angenommen. Nun wurde das Sanierungskonzept neu überarbeitet. Pro Jahr werden jetzt im Netz etwa 1,6 Kilometer Leitungen erneuert. Dabei investieren die Stadtwerke jährlich einen Betrag von rund einer Million Euro.

„Unser Ziel ist es, die Verluste auf unter zehn Prozent zu senken“, erklärt Wiegner. Das komme letztlich allen Verbrauchern zugute. „Selbstverständlich sind wir uns darüber im Klaren, dass eine Preiserhöhung immer eine zusätzliche Belastung für unsere Kunden darstellt.“ Aber im Vergleich mit benachbarten Kommunen und München hätten die Stadtwerke mit die günstigsten Trinkwasserpreise in der Region.  imu

Auch interessant

Kommentare