Über den Umbau im Fitnessstudio Hardy’s freuen sich die Kinder des Inhabers: Geschäftsführerin Anna und ihr Bruder Johannes Klinke.
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Über den Umbau im Fitnessstudio Hardy’s freuen sich die Kinder des Inhabers: Geschäftsführerin Anna und ihr Bruder Johannes Klinke.

Am Viehmarktplatz

Trotz Corona-Krise: Fitnessstudio in Fürstenfeldbruck baut um

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Wann und wie es mit der Entwicklung des Viehmarktplatzes weitergeht, steht in den Sternen. Einer der größten Anrainer will nicht länger warten: Das Fitnessstudio Hardy’s startet mit seinem Umbau – inklusive Gastronomie mit Außenplätzen.

Fürstenfeldbruck - „Wir wollen uns zum Viehmarktplatz hin öffnen“, sagt Reinhard Klinke, Inhaber des Fitnessstudios, dem auch das Gebäude gehört. Dass nach zahlreichen Bürgerbeteiligungsrunden inzwischen gefühlt Stillstand bei der Entwicklung des Platzes herrscht, davon lässt sich Klinke mit seinen Plänen nicht abhalten: „Wenn sich von Seite der Stadt was tut, ist das gut, aber auf die städtischen Pläne für den Viehmarktplatz warten wir nicht mehr.“

Geplant wurde der Ausbau laut Klinke schon lange vor Corona. Die Genehmigung liegt nun vor, mit den Arbeiten wurde auch bereits begonnen. Das Fitnessstudio kann sich nun auch auf die ehemaligen Räume von Spielwaren Reindl, sowie eines Reise- und eines Versicherungsbüros ausbreiten. Rund 1500 Quadratmeter mehr Fläche bedeutet das. Die Durchbrüche zu den neuen Räumen werden derzeit gemacht. „Wir wollen das Innere luftiger und durchsichtiger gestalten“, sagt der Inhaber. Danach folgt der Innenausbau des Studios.

Der birgt eine Besonderheit: Im Eingangsbereich plant Klinke eine sogenannte Empfangs-Gastro mit dem Namen „Hardy’s Eatery“. Zu den bis zu 80 Plätzen im Inneren sollen auch rund 75 Sitzplätze im Außenbereich auf dem Viehmarktplatz entstehen. „Wir wollen eine Verbindung zwischen Bewegung und gesunder Ernährung herstellen“, erläutert Klinke. Deshalb soll die Gastronomie nicht nur als Aufenthaltsbereich für Mitglieder dienen. „Es wird Essen to go geben, gesund aber schnell“, sagt Klinke und nennt als Beispiel die derzeit im Trend liegenden Bowls. Ein Gericht, bei dem verschiedene Zutaten bunt in einer Schale (engl.: „Bowl“) angerichtet werden.

Klinke möchte für die Gastro keine externe Bewirtschaftung, sondern will sie selbst betreiben. Dazu hat er sich renommierte Hilfe an Bord geholt: den Gastronomieberater Hans-Jürgen Hartauer, der mehrere Bücher veröffentlicht hat. „Ich kenne ihn schon lange“, sagt Klinke über Hartauer. „Also habe ich einfach mal bei ihm angefragt, ob er uns unterstützen will.“ Hartauer sagte zu.

Neben der Gastro bekommt aber freilich der Sport einen Löwenanteil des zusätzlichen Platzes zugesprochen. Alleine 500 Quadratmeter will Klinke für mehr Kurz- und Langhantel- sowie Funktionaltraining zur Verfügung stellen. Außerdem werden die Umkleiden renoviert und vergrößert. Auch weitere Trainingsflächen sind geplant. Finanzieren kann Klinke den Umbau auch in Corona-Zeiten, weil er auf eine Bank bauen kann, „die uns vertraut und uns den Rücken stärkt“, wie der Inhaber auch auf seiner Facebook-Seite betont.

Beim Bauablauf ist zunächst vorgesehen, die unteren Geschosse auf die ehemaligen Reindl-Flächen zu erweitern. Von dort aus werden sich die Bauarbeiter dann geschossweise nach oben arbeiten. Einen konkreten Eröffnungstermin kann Klinke noch nicht nennen, zumal es derzeit die eine oder andere Verzögerung gebe. „Aber wir wollen auf jeden Fall in 2021 eröffnen.“ Klinke peilt den Sommer oder Herbst an – und hofft natürlich, dass bis dahin die Corona-Beschränkungen für Fitnessstudios gelockert oder aufgehoben sind.

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