Der nächste Handball-Hammer

TuS verzichtet auf höchstrichterlich angeordnetes Wiederholungsspiel

  • schließen

 Überraschende Wende am Dienstagabend in der Causa Spielwiederholung: Die zweite Mannschaft des TuS Fürstenfeldbruck verzichtet auf das höchstrichterlich angeordnete Wiederholungsspiel in Herrsching und nimmt damit den Abstieg in die Bezirksoberliga in Kauf.

Fürstenfeldbruck Erst am Freitag hatte das Verbandssportgericht die Saison zwangsverlängert und der TuS-Reserve ein Wiederholungsspiel gewährt. Das hätte nun am Samstag beim Tabellenvierten in Herrsching ausgetragen werden sollen. Doch Uli Sigl, der dortige Handballchef, hatte bereits angekündigt: „Wir werden nur unter Protest antreten.“ Eine weitere Fortsetzung vor Gericht wäre also nicht ausgeschlossen gewesen. Denn Sigl war dem jüngsten Richterspruch überhaupt nicht einverstanden. Er konnte nicht nachvollziehen, dass nach Ende einer regulären Saison noch einmal ein Spiel ausgetragen wird. „Damit schafft man sich einen Präzedenzfall“, schimpfte Sigl und prophezeite für die Zukunft eine wahre Flut von Einsprüchen. Dem widersprach zunächst noch TuS-Abteilungsleiter Philipp Ruhwandl. Für den TuS-Verantwortlichen ging es damals ums Prinzip. „Es kann ja nicht vom Zeitpunkt abhängen, ob etwas richtig oder falsch ist.“ Mittlerweile hat sich sowohl diese Aussage als auch alles andere erledigt.

Denn am Dienstagnachmittag hat Sigl eine SMS von Stefan Forstmeier bekommen. Der TuS-Trainer teilte darin in kurzen Worten mit, dass sein Team auf ein Wiederholungsspiel verzichte. Nötig wäre es geworden, weil sich die Schiedsrichter bei der Partie in Herrsching am 2. April einen gravierenden Regelverstoß geleistet hatten. Zuvor hatte das Bezirkssportgericht den – vom Jugendleiter des TuS eingereichten – Protest noch abgewiesen.

Weil aber mittlerweile auch klar ist, dass die TuS-Reserve auch bei der Partie gegen die Gräfelfinger HSG Würm am 1. Oktober einen nicht spielberechtigten Junior eingesetzt hatte und die Punkte abgezogen werden, ist das Wiederholungsspiel nun hinfällig, der Abstieg perfekt. Ähnliches ist kurz vor Weihnachten auch der ersten Garde in der 3. Bundesliga passiert, der damals 13 Punkte abgezogen wurden.

Mit seinem Verzicht auf das Wiederholungsspiel besiegelte Forstmeier auch den Zwangsabstieg der dritten Mannschaft, die nun in der Bezirksoberliga den Platz für die Zweite frei machen muss. Von den Oldies wurde bereits angekündigt, in diesem Fall gänzlich auf Punktspiele zu verzichten. Im Klartext: Team III wird aufgelöst.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Qual der Wahl geht wieder los
Das geht ja schon gut los und macht die Qual der Wahl noch aufregender. Nach nicht einmal ganz dreimonatiger Pause wählen die Fußballfans unter den Tagblatt-Lesern jetzt …
Die Qual der Wahl geht wieder los
Elijah aus Fürstenfeldbruck
Christin und Dennis Wallmann aus Fürstenfeldbruck freuen sich über die Geburt ihres dritten Kindes. Elijah wog am Tag seiner Geburt 3240 Gramm und war 51 Zentimeter …
Elijah aus Fürstenfeldbruck
Er sorgt für Ordnung in den Gemeinde-Archiven
Stefan Pfannes arbeitet in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, ist Gemeinderat in Maisach und bringt als Archivar Ordnung in so manches staubiges Kämmerlein – jetzt …
Er sorgt für Ordnung in den Gemeinde-Archiven
Eine Stadt aus einer Tonne Legosteine
Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein: Im Rahmen des Ferienprogramms haben 38 Kinder eine ganze Stadt gefertigt – aus Legosteinen. Dabei …
Eine Stadt aus einer Tonne Legosteine

Kommentare