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Freuen sich auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beim Thema Zukunft Nahverkehr: Stv. Landrat Johann Wieser, Monika Beirer, Jutta Remsing und Hermann Seifert von der Stabstelle ÖPNV des Landratsamtes Fürstenfeldbruck (v.l.)

Ab Montag läuft sie vier Wochen lang

Umfrage zum Nahverkehr in der Region Fürstenfeldbruck: Wo drückt der Schuh?

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Nach der Wahl ist vor der Bürgerbeteiligung: Das Landratsamt Fürstenfeldbruck hat eine Umfrage zum Thema Öffentlicher Personen-Nah-Verkehr gestartet.

Fürstenfeldbruck – Fragen zur Zufriedenheit der Bus-Kunden, zum Ruftaxi, zu Verbesserungsmöglichkeiten allgemein, zur Ausstattung von Haltestellen und Fragen zum Interesse an Leihrädern oder Carsharing: All das sind die Themen der Umfrage, für die man etwa fünf Minuten Zeit aufwenden muss. Man kann den Bogen online ausfüllen oder ganz herkömmlich auf Papier.

Die Umfrage ist Teil der Fortschreibung des Nahverkehrsplans, mit dem sich Experten und Politiker bereits befasst haben und der im nächsten Jahr im Kreistag behandelt werden soll. Der Plan gliedert sich in drei Bereiche, zu denen bereits Zwischenergebnisse vorliegen.

1) Anbindung an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV): Wie Monika Beirer von der ÖPNV-Stelle im Landratsamt erklärt, sind mittlerweile 97 Prozent der Haushalte nicht mehr als 400 Meter von der nächsten Haltestelle entfernt. Trotzdem gebe es Verbesserungspotential, etwa bei der Ausweisung von Neubaugebieten oder bei der Verbindung zu den 16 Bahnhöfen der Region.

Häufig geäußert werde der Wunsch nach mehr Querlinien zwischen den drei S-Bahn-Strängen. Auch ein Bus nach Dachau und Landsberg werde gewünscht.

2) Haltestellen und Barrierefreiheit: Rund 400 Haltestellen (damit 800 Haltepunkte) gibt es im Landkreis und nicht sehr viele davon sind barrierefrei. Das soll sich bis 2022 ändern. Weil hier offiziell die Kommunen zuständig sind, kann der Landkreis nur helfend zur Seite stehen. Mit einem Kataster wurden alle Haltestellen erfasst, jetzt sollen Gespräche folgen. Nicht alles, was an Umbauten möglich sei, sei auch überall sinnvoll, sagte Monika Beirer – daher müssten die Umstände jeweils genau erfasst werden. Vize-Landrat Hans Wieser (FW) erinnerte in diesem Zusammenhang an möglicherweise vor Ort auftretende Schwierigkeiten. Oft gelte es, Anlieger von Umbauten zu überzeugen.

3) Multimodale Schnittstellen und Alternative Antriebe: Zu multimodalen Schnittstellen sollen Plätze werden, an denen sich mehrere Linien kreuzen, respektive Bahnhöfe. Hier sollen unter anderem Leihräder und Carsharing-Angebote entstehen. Insgesamt will man prüfen, inwieweit man mit möglichst vielen Fahrzeugen im ÖPNV auf E-Mobilität umsteigen kann.

Jutta Remsing von der ÖPNV-Stelle verspricht: jeder Fragebogen wird ausgewertet. „Wir wollen zuhören, wo der Schuh drückt.“ Sie brachte auch den Begriff „Öffis“ als Synonym für den ÖPNV wieder ins Spiel. Die Fragebögen seien natürlich anonym. 

„Wir wollen Schwachstellen analysieren und den ÖPNV weiter verbessern“, sagte Vize-Landrat Hans Wieser (FW)

Die Umfrage

läuft von 15. Oktober bis 11. November. Online ist sie zu finden auf der Homepage des Landratsamts (www.lra-ffb.de). Direkt zur Umfrage geht es hier.

 Fragebögen auf Papier gibt es seit Montag im Bürgerservicezentrum.

Auch interessant: Die S-Bahn in der Region Fürstenfeldbruck.

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