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Ein 35-Jähriger muss ins Gefängnis.

Er war immer wieder unterwegs

Unbelehrbarer Autofahrer muss monatelang hinter Gitter

Vor drei Jahren war einem 35-Jährigen aus dem westlichen Landkreis der Führerschein entzogen worden. Trotzdem war der Mann immer wieder am Steuer seines Auto unterwegs.

Westlicher Landkreis – Erst im Dezember vergangenen Jahres war er unter anderem wegen zweier verbotener Fahrten zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Dies aber nicht nur wegen der führerscheinlosen Fahrten, sondern auch wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Beeindruckt scheint das den 35-Jährigen aber nicht zu haben. Denn bereits fünf Monate später wurde er erneut hinterm Steuer seines Wagens erwischt. Doch diese Fahrt hat ihm nun das Genick gebrochen. Am Brucker Amtsgericht wurde er für sechs Monate ins Gefängnis geschickt. Zudem droht ihm, dass die Bewährung aus der Vorverurteilung widerrufen wird und er weitere zehn Monate hinter Schloss und Riegel verbringen muss.

Ohrfeige für jeden Richter

Sein Verteidiger hatte eine Geldstrafe für den dreifachen Vater beantragt. Doch für die Staatsanwältin, die für eine neunmonatige Freiheitsstrafe plädierte, stand fest: „Es ist klar, dass eine Geldstrafe hier nicht angemessen ist.“ Und der Richter fügte hinzu: „Eine Geldstrafe verbietet sich geradezu“. Denn die erneute Fahrt wenige Monate nach der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe „ist eine schallende Ohrfeige für jeden Richter“.

Die Fahrt hatte der Angeklagte unumwunden eingeräumt. Der 35-Jährige hatte aber betont, er sei nur wenige Meter gefahren. Sein Auto war außerhalb seines Grundstücks geparkt worden, weil Handwerker den Platz benötigten. Als er den Wagen zurückholte, wurde er beobachtet. Morgens um 6 Uhr hatten Polizisten in einem Zivilfahrzeug nahe seines Wohnsitzes gestanden und ihn auf frischer Tat erwischt. „Eine völlig überflüssige Fahrt“, wie der Richter dem 35-Jährigen vor Augen hielt. Der Wagen habe gut gestanden und hätte dort auch noch bleiben können.  sus

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