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Hatten Spaß auf dem Festival: „Eiermann“ Gregory da Silva und Tagblatt-Mitarbeiterin Maria-Mercedes Hering.

Highlights vom Afrikafestival

Unglaublich: Ein Hut aus 735 Eiern

Fürstenfeldbruck – Südafrikanisches Highlight auf dem Afrikafestival: Am Wochenende tanzte, trommelte und sang Gregory da Silva (37) mit seiner gut zwei Meter hohen Hutkonstruktion auf dem Volksfestplatz. Seine Unterhaltungskünste sind rekordverdächtig.

Gregory da Silva ist der Eiermann: Der Informatiker und Schauspieler aus Kapstadt begeistert die Besucher des Afrikafestivals mit seinem bunten Gewand und dem riesigen, eierbehängten Hut, den der Südafrikaner beim Tanzen und Stampfen gekonnt balanciert. Mit seiner Spitzenleistung von 735 Eiern auf dem Kopf steht der Südafrikaner im Guiness-Buch der Rekorde.

Anna Kachelriß’ Sohn Marijan kann gar nicht wegschauen, wenn der Eiermann „Mama“ und „Papa“ ruft, schnalzt und dem kleinen Brucker zulächelt. Ganz durch Zufall ist Anna Kachelriß mit ihrem Mann und den beiden Kindern am Volksfestplatz vorbeigekommen, jetzt sehen sie sich auf dem Festivalgelände etwas um.

Afrika ist für sie ein faszinierender Kontinent, den sie gerne einmal bereisen würde. Welches Land dabei in Frage käme, weiß die 37-Jährige noch nicht genau, vielleicht Südafrika. „Eine Safari wäre ein großer Wunsch.“

Einen Vorgeschmack auf die afrikanischen Kulturen, Künste und Küchen versucht dabei das Festival zu vermitteln. Das Team um Chef Abdoulaye Kaboré hat auf dem Volksfestplatz einen großen Bazar aufgebaut. Die Stände sind voll beladen und behängt mit bunter, leichter Kleidung, holzgeschnitzten Souvenirs, handgemachtem Schmuck und typischen Speisen. Immer wieder treten Bands auf, für Aktive gibt es mehrere Trommelworkshops, für Kinder eine Hüpfburg.

Am Sonntag macht das Festival jedoch einen etwas verlorenen Eindruck. Denn Sturm und Gewitter haben am Samstag einige Zelte beschädigt, viele Stangen sind eingeknickt. „Einige Standbesitzer sind nach dem Unwetter wieder abgereist“, sagt Organisator Abdoulaye Kaboré. Der Elektriker veranstaltet seit fünf Jahren Afrikafestivals in Deutschland und dem Ausland. Auf so ein schlechtes Wetter war er trotz seiner Erfahrung nicht vorbereitet.

Ein besonderer Schreck: Am Samstag blies der Sturm die Hüpfburg davon, die dann über den grünen Metallzaun hinwegflog und auf einigen Fahrzeugen aufsetzte, bevor sie sich an einer Straße fing. „Zum Glück wurde niemand verletzt und nichts beschädigt“, ist der Veranstalter erleichtert.

Klar ist: Auch wenn einiges nicht optimal gelaufen ist, hatten die Besucher Spaß beim Afrikafestival und mit dem Eiermann. Nächsten Frühsommer möchte Abdoulaye Kaboré gerne wiederkommen und ein zweites Afrikafestival auf die Beine stellen – dann hoffentlich bei etwas besserem Wetter. Vielleicht ist auch der Eiermann wieder mit von der Partie.

von Maria-Mercedes Hering

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