Die Laufkundschaft fehlt am Leonhardsplatz. Die Betreiberin der Nepomuk-Apotheke verlässt den Standort, der zwar innenstadtnah, aber offenbar nicht mehr zentral genug ist für eine ausreichende Kundenfrequenz.
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Die Laufkundschaft fehlt am Leonhardsplatz. Die Betreiberin der Nepomuk-Apotheke verlässt den Standort, der zwar innenstadtnah, aber offenbar nicht mehr zentral genug ist für eine ausreichende Kundenfrequenz.

Fürstenfeldbruck

Ungünstige Lage: Aus für Nepomuk-Apotheke

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Schon wieder verschwindet ein Geschäft aus der Brucker Innenstadt. Die St.-Nepomuk-Apotheke am Leonhardsplatz schließt zum 28. August ihre Pforten.

Fürstenfeldbruck – Der Standort rentiere sich nicht mehr, sagt Inhaberin Thekla Bennoit-Plum. In der Umgebung seien zwar viele Arztpraxen, doch die Laufkundschaft fehle, bedauert die Apothekerin. „Es ist eine reine Rechensache. Das hier ist keine gute Laufgegend mehr.“

Seit fast 50 Jahren konnten die Brucker gegenüber der Leonhardikapelle Medikamente kaufen. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1972, und von Anfang an habe es eine Apotheke im Erdgeschoss gegeben, sagt Bennoit-Plum. Sie selbst hat das Geschäft 2003 übernommen und 2005 die Einrichtung erneuert. Nun leeren sich die Regale zusehends. Im Schaufenster stehen kleine Dekorationsgegenstände, die günstig abgegeben werden.

Seit Beginn der Sommerferien öffnet die 63-Jährige nur noch vormittags, die beiden Mitarbeiterinnen haben bereits aufgehört. Sie hätten keine Probleme gehabt, neue Stellen zu finden, so die Apothekerin. „In unserer Branche gibt es keine Arbeitslosenzahlen.“

Bennoit-Plum betreibt das Geschäft in Bruck als Filiale der Bärenapotheke in Olching, wo sie auch künftig arbeiten wird. Die Zukunft der Räumlichkeiten am Leonhardsplatz ist noch offen. Aufgrund der ebenerdigen Lage würde sich der Standort für eine Arztpraxis anbieten, meint die scheidende Mieterin. Für einen Einzelhändler sei die Lage aber wohl eher schwierig, glaubt sie.  os

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