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Der Tunnel unter den Gleisen soll bleiben.

Tunnel unter der Bahn

Unterführung zum Engelsberg muss saniert werden

 Wer vom Kloster in Richtung Engelsberg oder Gelbenholzen möchte, der nutzt die kleine Bahnunterführung beim Gefangenenfriedhof. 

Fürstenfeldbruck – Sie ist umwachsen von Bäumen, mit Graffiti besprüht und nicht mehr die Jüngste. Die Galgenfrist läuft noch bis 2020, dann muss das Bauwerk wieder hergerichtet werden.

„Die Brücke ist fast 100 Jahre alt“, sagt Walter Doll, im Rathaus Sachgebietsleiter für den Tiefbau. Die Stadt hat sie einst gebaut, um eine Verbindung nach Gelbenholzen zu schaffen. Immer wieder musste der Bau saniert werden, zuletzt 2007. Unter anderem wurde die Unterführung abgedichtet. Bei einem Hochwasser lief Wasser über die Gleise und drückte durch die Böschung in die Unterführung. „Auch die Böschung ist damals abgerutscht“, erinnert sich Doll. Jetzt hat ein Statiker den Tunnel noch einmal unter die Lupe genommen. „Die Lebensdauer läuft 2020 ab.“

Die Stadt will die Unterführung aber nicht einfach aufgeben. Daher stellte der Finanzausschuss für 100 000 Euro Planungskosten für heuer ein. Die Planungen könnten sich hinziehen, denn die Bahn hat ein Wörtchen mitzureden – auch bei der Frage, wer zahlt.

Für die Bauzeit muss eine Hilfskonstruktion her, damit der Bahnverkehr aufrecht erhalten werden kann. Währenddessen können die Arbeiten an der Unterführung laufen. Da gibt es laut Doll zwei Varianten: Verfüllt man sie mit Kies, ist die Verbindung am Gefangenenfriedhof gestorben. Die Alternative wäre ein Kastenprofil aus Fertigteilen – was den Erhalt der Unterführung bedeuten würde. Doll wird diese Variante berechnen und die Zahlen den Stadträten im Laufe des Jahres vorlegen. Die haben dann das letzte Wort.  imu

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