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Die beiden Junior-Geschäftsführerinnen Lisana (l.) und Catalina Hartl präsentieren stolz die Verkaufsflächen ihres Unverpackt-Ladens. 

Fürstenfeldbruck

Unverpackt einkaufen: Das ist der erste Laden dieser Art in der Region

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Lebensmittel kaufen ganz ohne umweltschädliche Plastikverpackungen: Das ist bald im Unverpackt-Laden am Münchner-Kindl- Senf-Werk in Bruck möglich. Das Krämerladen-Prinzip soll auch junge Käufer begeistern.

Fürstenfeldbruck – Schnell noch die alten Einweckgläser aus dem Keller geholt. Die Tupper-Schüsseln aus dem Schrank gezerrt. Und dann alles in den Einkaufskorb und ab zum Einkaufen. In Fürstenfeldbruck eröffnet in einer Woche der erste Unverpackt-Laden im Landkreis. Hier heißt es dann Lebensmittel selber abfüllen und nur für so viel zahlen, wie viel man braucht.

So entstand die Idee zu dem Unverpackt-Laden in Fürstenfeldbruck

Die Idee zu einem Laden ganz ohne Verpackungsmaterial hatten die beiden Junior-Geschäftsführerinnen vom Münchner Kindl Senf, Lisana und Catalina Hartl. Sie wollten ihren Werksverkauf ein wenig aufpeppen und dabei etwas Gutes für die Umwelt tun. „Außerdem haben wir die Gewürze, die wir verkaufen, eh schon auf Lager für die Senfproduktion“, sagt Catalina Hartl.

Das ist auch ihr Vorteil im Vergleich zu einem kompletten Neueinsteiger, meint Aline Pronnet. Sie arbeitet im Marketing bei Münchner Kindl Senf, berät die beiden Chefinnen aber auch bei der Umsetzung ihrer Idee. Sie hat bereits in München bei einem Unverpackt-Laden mitgearbeitet und weiß daher, dass das Konzept gut angenommen wird. „Die ersten Reaktionen zu unserem Geschäft in den Sozialen Medien waren durchweg positiv“, sagt Pronnet.

Einkauf unkompliziert im Unverpackt-Laden in Fürstenfeldbruck

Der Einkauf selbst gestaltet sich dann relativ unkompliziert – hier kommen die mitgebrachten Einweckgläser wieder zum Einsatz. Die Behälter sollten bereits zuhause leer abgewogen und das Gewicht beispielsweise auf dem Deckel notiert werden. Im Laden füllt man dann die gewünschten Lebensmittel wie Nudeln, Müsli oder Mehl – alles Bioqualität – in die Behälter. An der Kasse wird dann gewogen und für die Differenz zum Leergewicht (Tara) muss bezahlt werden.

Vertrauen im Unverpackt-Laden in Fürstenfeldbruck

Angst, dass Kunden bei der Tara mogeln, haben die drei Frauen nicht. „Natürlich, ein wenig Vertrauen muss man schon haben“, sagt Lisana Hartl. Aber in anderen Selbstbedienungsläden funktioniert das ja auch, meint Pronnet. Und wenn man keine passenden Behälter mehr zuhause hat, kann man Gläser auch direkt im Geschäft kaufen.

Um dann daheim den Überblick nicht zu verlieren, ist es möglich, sich an der Kasse ein Namensschild samt Zutatenliste ausdrucken zu lassen. „So kann das selbe Glas immer wieder für das gleiche Produkt verwendet werden“, erklärt Pronnet.

Im Moment ist das Sortiment des Ladens noch überschaubar. Verpackungsfrei einkaufen, ist vorerst auch nur zu den Öffnungszeiten des Werksverkaufs am Freitag möglich. „Doch wir wollen gemeinsam mit den Kunden lernen und dann die Produktauswahl anpassen“, sagt Lisana Hartl. Vielleicht kommen dann auch mehr Verkaufstage dazu.

Info

Los geht es mit dem Unverpackt-Laden am Tag der offenen Tür am Samstag, 14. September. Von 11 bis 18 Uhr können Interessierte in der Liebigstraße 15 in Bruck das neue Einkaufskonzept austesten. Danach ist immer freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Auch in Erding gibt es einen Unverpackt-Laden. Eine erste Bilanz gibt es bereits aus dem Laden in Freising.

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