50 solcher Exemplare lebten bei der Frau in Bruck. foto: dpa

Urteil: Frau kriegt Kaninchen nicht zurück

Fürstenfeldbruck – Eine Frau aus dem Kreis Fürstenfeldbruck bekommt ihre Kaninchen nicht zurück. Das hat das Amtsgericht nun entschieden. Die Frau ist am Boden zerstört, die Tiere waren ihr ein und alles. Und sie hatte ganz schön viele: 50 Kaninchen lebten bei ihr. Und das, obwohl in der Vergangenheit bereits ein Tierhalteverbot gegen sie ausgesprochen wurde.

Täglich kümmerte sie sich um die vielen Tiere, fütterte sie und hielt die Ställe sauber. Im vergangenen Winter aber überließ die Frau die Zwergkaninchen für einige Wochen ihrem Lebensgefährten. Als sie die Tiere zurückhaben wollte, der Schock: Der Mann hatte die Tiere weitergegeben – an eine Privatperson und an den Tierschutzverein. Die Frau versuchte alles, doch niemand wollte die Kaninchen wieder rausrücken. Also beantragte sie beim Brucker Amtsgericht eine einstweilige Verfügung zur Herausgabe der Tiere – doch vergeblich.

Ihr Argument, die Pflegemutter habe kein Geld, um für ausreichend Futter zu sorgen, überzeugte nicht. Die Tiere könnten auch mit wenig Geld versorgt werden. Das Futter wachse schließlich in der Natur, so das Gericht. Zudem war plötzlich klar, dass gegen die Frau von Seiten eines Gerichts bereits vorher ein Tierhalteverbot erlassen worden war. Die einstweilige Verfügung wurde also abgelehnt.

Der Einspruch der Bruckerin gegen die Entscheidung war dann ebenfalls erfolglos. Das Landgericht München II wies den Einspruch zurück und schloss sich in seiner Begründung dem Amtsgericht an. Die Kaninchen bleiben weg.  sus

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