Vanessa Bui - sie war, ist und bleibt Deutschlands beste Bogenschützin.

Nach der Nichtnominierung für die Paralympics:

Bogenschützin beantwortet Rio-Absage mit deutschem Meistertitel

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Fürstenfeldbruck - Was für eine Genugtuung für Vanessa Bui. Für die Paralympics in Rio wurde sie zwar ausgebootet. Doch bei der deutschen Meisterschaft machte die 23-Jährige aus Bruck dem Bundestrainer aus Hamburg deutlich, wer die Beste in Deutschland ist.

662 von 720 möglichen Ringen standen nach Abschluss der deutschen Behinderten-Meisterschaften in Reken (Nordrhein-Westfalen) auf dem Konto von Vanessa Bui. Lucia Kupczyk, ihre 53-jährige Erzrivalin aus Laichingen (Baden-Württemberg), hatte es auf nur 643 Ringe gebracht. Roland Graf, der Olchinger Heimtrainer von Vanessa Bui, hatte eine derartige Antwort schon im Vorfeld angekündigt. Doch im Gegensatz zur jungen Bruckerin trat die 53-jährige Schwäbin nicht im regulären Teilnehmerfeld, sondern nur in ihrer Altersklasse an. Trotzdem stand schon vorher fest: Nicht Bui, sondern Kupczyk darf zu den am 7. September beginnenden Paralympics nach Rio. Für Bundestrainer Matthias Nagel (Hamburg) muss das Ergebnis wie eine Watschn gewirkt haben. Entsprechend nüchtern fiel seine Reaktion aus: „Er hat mir gratuliert, aber nicht viel geredet“, so Bui. Frostig war auch das Klima zwischen der an einer teilweisen Lähmung leidenden Bruckerin und der im Rollstuhl sitzenden Dauerrivalin. „Lucia ist an mir vorbeigerollt und hat Hallo gesagt – mehr nicht.“

Doch bevor Kupczyk, deren Ehemann mittlerweile nach der umstrittenen Nominierung seiner Gattin von seinem Amt als deutscher Manager der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten ist, ihre Koffer für Rio packt, werden sich die beiden Kontrahentinnen noch einmal begegnen. Und zwar bereits am kommenden Freitag bei den deutschen Meisterschaften der Nichtbehinderten, zu denen unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Brasilien auch etliche der aktuellen deutschen Olympia-Teilnehmer erwartet werden. Vanessa Bui, die dort im direkten Duell auf Kupczyk trifft, hat dabei fast ein Heimspiel, denn die Titelkämpfe werden auf der Anlage des PSV München an der Franz-Mader-Straße ausgetragen.

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