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Kiesgrube neben dem Pucher Meer.

Verbotenes Baden in der Kiesgrube am Pucher Meer

Der gefährlichste Geheimtipp des Sommers

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Fürstenfeldbruck  - Das Pucher Meer ist einigen Badegästen offensichtlich nicht groß genug. Immer mehr Menschen suchen die Abgeschiedenheit und schwimmen im benachbarten Baggersee. Ein Spaß, der lebensgefährlich sein kann.

Jeden Tag geht Thorsten Schwab (48) im Kieswerk am Pucher Meer seine Runde. Dann treibt es den Werksleiter an den Baggersee, der im Westen des Pucher Meers liegt. Die Firma Kiesgrubenrekultivierung Oberbayern (KRO) trägt dort den Boden ab. „Eigentlich ist das Privatgrund“, sagt der Gilchinger. Trotzdem muss er jeden Tag aufs neue Wildbader aus dem See verjagen. Spaß macht ihm das nicht. „Wer macht das schon gern?“, fragt er. Aber es muss sein. Denn immer wieder treiben sich Bürger auf dem Areal des Kieswerks herum. „Die wollen in Abgeschiedenheit Baden, das kann ihnen ja keiner verübeln“, sagt Schwab. „Aber dass das am Baggersee lebensbedrohlich sein kann, wollen sie nicht hören.“

Schleppschaufel fördert tonnenweise Kies

Thorsten Schwab

Denn noch wird dort Kies abgebaut. 50 Meter vom Ufer entfernt, durch den gestiegenen Grundwasserspiegel momentan etwa knietief im Wasser steht der Seilbagger des Unternehmens. Das gelbe Unikum zieht mit Hilfe einer so genannten Schleppschaufel tonnenweise Kies aus dem Wasserloch. „Dadurch entstehen scharfe Kanten im Untergrund“, erklärt Werksleiter Schwab. „Das ist äußerst gefährlich, weil das Wasser von null auf hundert tief wird.“ Fast noch unberechenbarer ist der Untergrund, der durch die Arbeiten aufgelockert wird. Wenn sich ein falscher Stein löst, kann der Kies ins Rutschen kommen. Und das kann für Badegäste fatale Folgen haben. Im schlimmsten Fall entsteht ein Sog, der den Schwimmer in die Tiefe zieht. „Bevor man in einem solchen See baden sollte, muss sich der Boden erst verfestigen“, erklärt Schwab.

Durchbruch zum Pucher Meer geplant

Das könnte beim Brucker Baggersee frühestens in drei Jahren der Fall sein. „So wie es aussieht, können wir dann den Durchbruch zum Pucher Meer machen“, erkärt Thomas Vilgertshofer, Geschäftsführer der KRO. Denn die beiden Seen sollen später eine große Wasserfläche bilden. Der so genannte Durchstich soll im Süden der Fläche in der Nähe des Volleyballplatzes erfolgen. Bis dahin gilt aber weiterhin: Baden strikt verboten. Das kündigen auch an: „Baden und betreten dieses Grundstücks sind untersagt.“ Doch sogar das nutzt nichts, wie Werksleiter Schwab sagt. Teils kämen Wildbader sogar, wenn die Bagger liefen. Einige Jugendliche würden mit Vorliebe auf dem Seilbagger herumturnen, der nur einmal die Woche in Gebrauch ist. „Da wurden auch schon die Scheiben eingeschlagen.“

Nicht einmal der überwachsene Wall rund um den See hält jemanden davon ab, über das Areal zu laufen. „Die suchen sich immer neue Schleichwege“, weiß Schwab. Auch Badegäste des Pucher Meers nutzen die Kiesgrube – als Abkürzung. Wirklich viel dagegen machen kann Schwab nicht. „Vor allem wenn sie über die Kieshänge laufen bleibt mir nur zu hoffen, dass nichts passiert.“ Das Pucher Meer wird zudem an diesem ersten heißen Sommerwochenende besonders frequentiert sein: Die Amperoase ist nämlich für Badegäste dicht

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