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Vereine bangen: Zwei Jahre kein Eisstadion wegen Abriss des Hallenbads?

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Das Eisstadion in FFB.
Das Eisstadion in FFB. © mm

2023 soll das Hallenbad für einen Neubau abgerissen werden. Betroffen davon sind auch die Brucker Eissportvereine. Sie nutzen die Teile des Bads für ihre Technik und Umkleiden. Wie es damit weitergehen wird, wissen sie noch nicht.

Fürstenfeldbruck – Ins Thema Eishalle kommt wieder etwas Bewegung. Einige Stadtratsgruppen besuchten kürzlich die Halle in Burgau, die als Vorbild für einen möglichen Brucker Bau dienen könnte. Doch bis tatsächlich eine Eishalle in der Kreisstadt steht, vergehen selbst im besten Fall noch einige Jahre. Zu lange für die Vereine EV Fürstenfeldbruck und ERC Fürstenfeldbruck. Sie sehen schon im nächsten Jahr große Probleme für ihren Sportbetrieb.

Ganze Technik wäre weg

Dann soll das Hallenbad neben dem Eisstadion abgerissen werden. In dem Gebäudekomplex wird nicht nur gebadet, sondern dort ist auch die gesamte Technik mit Wasserleitungen und einem Tank für das Ammoniak zur Eisaufbereitung sowie die Umkleidekabinen untergebracht. Außerdem grenzt auch noch die komplette Zuschauertribüne unmittelbar an das Gebäude. Essenzielle Bausteine also für den Sportbetrieb der beiden Vereine. Doch, wie damit beim Abriss des Hallenbads umgegangen wird, wissen sie nicht.

„Uns ist wirklich nicht daran gelegen, irgendjemanden an den Karren zu fahren. Aber uns bleibt letztlich nichts übrig, als uns auf diesen Wege an die Öffentlichkeit zu wenden“, meint EVF-Präsident Claus Limmer bei einer Pressekonferenz, an der auch EVF-Vize Manuel Vilgertshofer und mit Dorothea Heid und Celina Hilpert zwei Vertreterinnen des ERCF teilnahmen.

Nicht ernst genug genommen

Die Vereine fühlen sich von der Stadt und den Stadtwerken nicht ernst genug genommen. Der EVF und der ERCF haben Angst, dass ihnen die sportliche Grundlage entzogen wird, wenn das Hallenbad abgerissen wird. „Keiner kann uns bisher sagen, wie es dann mit dem Eissport weitergeht“, so Limmer. Seit Monaten würden die Vereine auf eine konkrete Antwort aus dem Rathaus warten. Das hat Folgen: „Für eine Einhausung ist wohl der Zug schon abgefahren“, befürchtet Vilgertshofer.

Und auch, wie weit die Bildung des fraktionsübergreifenden Arbeitskreises unter der Leitung von OB Erich Raff inzwischen gediehen ist, wüssten die Vereine nicht. „Die Vereine sollten auf jeden Fall darin vertreten sein“, fordert Limmer. Er und Vilgertshofer hätten große Zweifel daran, dass eine Verlagerung der Technik problemlos möglich sei. Nach einem Gespräch mit einem Fachmann, der die Brucker Verhältnisse im Eisstadion bestens kennt, fühlt sich Limmer in seinen Zweifeln bestärkt. Ein ungestörter Weiterbetrieb der bestehenden Eisfläche wäre wohl nur mit hohem finanziellem Aufwand möglich und damit wahrscheinlich nicht mehr rentabel.

Viele Kinder

„Man reduziert uns immer gern nur auf die beiden Vereine“, sagt Limmer. Doch nicht nur der EVF und der ERC mit ihren 800 Mitgliedern seien Nutzer des Eisstadions, sondern auch die vielen Schulkinder, die jeden Winter das Schlittschuhlaufen erlernen. Limmer hat aus diesem Grund auch die Rektoren der Brucker Schulen angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Außerdem weisen die Vereine auf den großen Andrang beim Publikumslauf hin. „Zwei Jahre kein Eisstadion würde das Aus für die Vereine bedeuten“, sind sich die Vereinsvertreter einig.

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