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Rechtsabbieger fahren von der Oskar-von-Miller-Straße auf die B 2 Richtung Germering. Fußgänger können die Ampel bei Bedarf einschalten.

Staatliches Bauamt widerspricht 

Verkehrsforum: Diese Ampel verursacht Staus

Staufalle Tulpenfeld-Kreuzung? Das Verkehrsforum beklagt, dass wegen der Ampelschaltung Rechtsabbieger auf die B 2 zu lange warten müssen. Das zuständige Staatliche Bauamt sagt, es habe die Ampel schon umgestellt.

Fürstenfeldbruck – Als die Ampelschaltung an der Kreuzung vor kurzem verrückt spielte, nahm dies das Verkehrforum zum Anlass, den generellen Zustand anzuprangern. „Die Ampelanlage verursacht seit Jahren Staus, weil sie schlecht programmiert ist“, so Sprecher Thomas Brückner. Vor allem eine „falsch eingestellte Fußgängerampel“ koste die Autofahrer täglich Nerven, moniert Brückner.

Es geht um die Ampel, welche die Rechtsabbiegespur von der Oskar-von-Miller-Straße auf die B 2 regelt. Laut Brückner ist die Grünphase für Autofahrer so kurz eingestellt, dass durchschnittlich nur drei Autos in Richtung Germering auf die Bundesstraße auffahren können. Umgekehrt haben die Fußgänger, welche die Abbiegespur überqueren, eine lange Grünphase. Doch laut Brückner ist das widersinnig: Auf der Verkehrsinsel in der Mitte der Kreuzung kämen sie nämlich nicht weiter, weil sie dann lange auf die anderen Ampeln warten müssten.

Das Verkehrsforum steht deswegen nach eigener Aussage schon seit 2012 mit dem Rathaus in Kontakt. Diese Problematik haben Stadt, Verkehrsforum und das für die Ampeln zuständige Staatliche Bauamt im Herbst 2016 schon einmal besprochen. Damals einigte man sich darauf: Die Rechtsabbieger bekommen länger Grünes Licht.

Diese Umstellung habe man auch schon umgesetzt, teilt das Staatliche Bauamt auf Tagblatt-Anfrage mit: Im Februar hat man die Grünphase für die Autofahrer um fünf Sekunden verlängert. Außerdem prüft das Bauamt – wie ebenfalls in 2016 besprochen – weitere „bauliche Maßnahmen“. Dafür hat man schon Grund von der Stadt erworben.

Doch Thomas Brückner bezweifelt, dass die Schaltung der Ampel verändert wurde. „Das können wir nicht bestätigen, da hat sich nichts verbessert“, sagt er. Nach wie vor kämen nur drei Autos pro Grünphase auf die B 2.

Das Problem tritt aber nur während der Stoßzeiten des Berufsverkehrs auf – das ergibt zumindest der Selbstversuch des Tagblatts. Denn die fragliche Ampel schaltet sich nur ein, wenn sie ein Fußgänger betätigt. In großer Anzahl, dürften das vor allem Kinder und Jugendliche sein, die in der Früh auf dem Schulweg zum Tulpenfeld sind oder mittags zum Heimgehen die Kreuzung queren wollen. (fd)

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