Multimodal

Vernetzung des ÖPNV: Abkehr vom Individual-Verkehr

In der Region sollen flächendeckend so genannte Mobilitätsstationen eingeführt werden. Erste Vorschläge hat das Landratsamt erarbeitet. Die Kommunen haben bis Ende April Zeit, dazu Stellung zu nehmen.

Fürstenfeldbruck – Die Mobilitätsstationen sollen helfen, verschiedene Arten des Verkehrs zu bündeln und miteinander zu verknüpfen. Sie sollen ein Alternativangebot zu einer „einseitigen Nutzung des privaten Pkw mit seinen unerwünschten Umweltwirkungen“ schaffen, wie es in einem Papier der Kreisverwaltung heißt.

An den Stationen sollen Übergänge entstehen zwischen dem klassischen Öffentlichen Nahverkehr (Bahnen, Busse, Ruftaxis) mit geteilten Verkehrsmitteln (Fahrrad- und Carsharing) sowie mit Fuß- und Radverkehr. Gerade an der Einführung des in München bereits etablierten MVG-Leihradsystems bestehe Interesse, berichtet die Kreisverwaltung nach einem großen Treffen mit Vertretern der Städte und Gemeinden.

Wie der Kreis-Mobilitätsmanager Martin Imkeller jetzt im Planungsausschuss des Kreistags auf Nachfrage von Jan Halbauer (Grüne) berichtete, warte man jetzt auf die Rückmeldungen aus den Kommunen.

Die versandten Standortvorschläge beruhten auf eigenen Berechnungen und auf denen des MVV. Nach den Rückmeldungen, für die die Kommunen bis 26. April Zeit hätten, sollen Begehungen stattfinden.

In zwei Jahren, so hofft Imkeller, könne die erste Mobilitätsstation Realität sein. Im Verwaltungsjargon ist übrigens auch die Rede von „multimodalen Schnittstellen“. Hierzu sollen auch Anlagen gehören, an denen man sein Rad abstellen kann.  st

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