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Vandalismus am Tulpenfeld

Videoüberwachung am Schulzentrum

Der Landkreis investiert im kommenden Jahr in seine weiterführenden Schulen soviel wie noch nie. Der auch für die Schulgebäude zuständige Kulturausschuss des Kreistags billigte jetzt Haushaltsmittel in Höhe von fast 31 Millionen Euro. Ein Projekt: Videoüberwachung.

FürstenfeldbruckMehr als die Hälfte der Summe schluckt der Neubau der Berufsschule Fürstenfeldbruck. Ob die ganzen Mittel tatsächlich auch 2018 verbaut werden können, ist nicht sicher.

Neben den Berufsschülern profitieren vor allem die Gymnasiasten vom Geldsegen. In Olching und am Germeringer Max-Born werden die Turnhallen für insgesamt 4,2 Millionen Euro saniert. In Puchheim stehen unter anderem der Neubau einer Dreifach-Sporthalle und die Sanierung des Chemie-Fachbereichs an, am Brucker Viscardi ist die teilweise Deckensanierung der teuerste Posten.

Neue Turnhallen bekommen auch die Realschulen in Puchheim und – nach jahrelanger Verzögerung – Maisach. Für die zweite Fachoberschule in Germering wird ein zweites Provisorium, eine Container-Anlage, angeschafft. Über den endgültigen Standort für einen Neubau mit geschätzten Kosten von um die 30 Millionen Euro ist noch nicht entschieden.

Eine vergleichsweise geringe, aber ungewöhnliche Ausgabe ist für das gesamte Schulzentrum Tulpenfeld in Fürstenfeldbruck vorgesehen: 75 000 Euro fließen in eine Anlage zur Video-Überwachung. Obwohl hier – wie übrigens auch an der Brucker Realschule und am Puchheimer Schulzentrum – ein Sicherheitsdienst Streife läuft, haben die Vandalismus-Schäden zugenommen. Besonders betroffen sind das Parkdeck und die Fahrradabstellplätze. Immer wieder gab es Berichte über nächtliche Saufgelage. Es kam zu Schmierereien und Beschädigungen.

Sogar von der SPD kam angesichts der Ausgabensteigerungen verhaltenes Lob. „Wir investieren nicht wenig,“ räumte Michael Schrodi ein. Um freilich nachzuschieben, dass der Landkreis in vielen Bereichen an Schulen noch mehr tun müsse: „Wir sind hinten dran bei der Digitalisierung und den Ganztags-Angeboten. Und bei der Inklusion stecken wir noch in den Kinderschuhen.“

Weniger Schüler an Gymnasien

Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an den weiterführenden Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck nimmt weiter ab. Zum Stichtag 1. Oktober wurden insgesamt 15 312 Schüler in 434 Klassen registriert. Das ist der niedrigste Wert seit dem Höchststand im Unterrichtsjahr 2014/2015. Vor allem die Gymnasien verzeichnen geringeren Zulauf. Dies spiegeln auch die Übertrittsquoten wieder. 45,4 Prozent der Grundschüler zieht es Richtung Abitur, 29,2 Prozent wechseln auf die Realschule.

 Damit werden trotz Wiedereinführung des G 9 die Spitzenwerte aus den Jahren 2007 bis 2011 nicht mehr erreicht. Damals wurde mehr als jeder zweite Grundschüler am Gymnasium angemeldet. Im Einzelnen verlor das Olchinger Gymnasium (minus 82) die meisten Schüler. Einen leichten Zuwachs verzeichnete unter den insgesamt sieben Gymnasien lediglich Puchheim. Die Schülerzahl an den vier Realschulen bleibt praktisch gleich. Die Berufsschule – ohnehin die größte Lehranstalt im Landkreis – wächst noch einmal deutlich um 52 Besucher. 2315 Schüler haben sich angemeldet, darunter sind 127 Asylbewerber und Flüchtlinge in vier Vorklassen.

 Auch die Fachoberschule bleibt mit einem Plus von über 30 attraktiv. Durch die neue Fachoberschule in Germering mit erstmals 143 Schülern in den Zweigen Soziales sowie Wirtschaft und Verwaltung hat sich zumindest die Raumsituation in der bestehenden Fachoberschule in Fürstenfeldbruck entspannt. Laut Prognosen wird die Gesamtschülerzahl noch drei Jahre sinken, dann aber bis 2025, wenn es auch wieder eine 13. Klasse in den Gymnasien gibt, wieder steigen. (Olf Paschen)

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