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Das ehemalige Kaufhaus X.

Fürstenfeldbruck

Viehmarktplatz: Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Kaufhaus X?

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Im Kommunalwahlkampf 2014 war der Viehmarktplatz ein großes Thema. Doch viel passiert ist seitdem nicht. Die Konzepte aus dem Wettbewerb sind nicht wirtschaftlich und wurden überarbeitet. Nun wollte OB Erich Raff (CSU) ein Vergabeverfahren für den so genannten Loop ausschreiben.

Fürstenfeldbruck–  Doch der Stadtrat spielte nicht mit – weil Unklarheit herrscht, was im benachbarten ehemaligen Kaufhaus X passiert.

Der Loop auf dem nördlichen Viehmarktplatz soll drei Stockwerke, eine Geschossfläche von 2480 Quadratmetern und eine Verkaufsfläche von mindestens 1200 Quadratmeter haben. In der Tiefgarage unter dem südlichen Teil sind 84 Parkplätze eingeplant – 64 öffentliche. Gewerbereferent Franz Höfelsauer (CSU) monierte, dass die Zahl der Parkplätze dann halbiert würde. So würden noch weniger Kunden in die Innenstadt fahren. „Wenn wir eine zweistöckige Tiefgarage brauchen, müssen wir sie halt bauen.“ Raff schwebt eher ein Parkhaus an der Dachauer Straße vor. Eine Idee, die auch sein Stellvertreter Christian Götz (BBV) favorisiert. Man könne gelungene Parkhäuser in Freising anschauen, schlug er vor.

Viehmarktplatz soll im Besitz der Stadt bleiben

Die Pläne hätten ursprünglich in Ausschüssen vorberaten werden sollen. Doch da die Sitzungszeit aufgrund eines vorherigen Ortstermins weit fortgeschritten war, wurde der Punkt nicht behandelt. Ulrich Schmetz (SPD) ging hart mit Raff ins Gericht, da er den Punkt gleich auf die Tagesordnung des Stadtrats setzte. Er drohte, diese Art der Geschäftsführung von der Aufsicht prüfen zu lassen. Raff entgegnete, Schmetz selbst habe das Sitzungsende beantragt. Laut Geschäftsordnung könne er ein Thema gleich ins Plenum bringen, wenn mehr als zwei Ausschüsse betroffen sind.

Einig waren sich alle, dass der Viehmarktplatz im städtischen Besitz bleiben soll. Dann war es mit der Einigkeit aber schon vorbei. Während die BBV die Verwaltung einen ersten Entwurf für die Ausschreibung ausarbeiten lassen wollte („Damit mal etwas vorangeht“), war die SPD mit dem Entwurf nicht zufrieden. „Die BBV will halt ihr Wahlkampfversprechen möglichst schnell umsetzen“, meinte Philipp Heimerl (SPD). Er sehe keinen großen Unterschied zwischen der Variante und dem Gebäude, das einst zur Bürgerinitiative geführt habe, sagte auch Klaus Wollenberg (FDP).

Fitnessstudio will wegziehen

Für Unsicherheit sorgte vor allem die Frage, was in direkter Nachbarschaft passiert. Denn das Fitnessstudio will wegziehen. „Das verändert die Sachlage massiv“, meinte Alexa Zierl (Die Partei/Bruck mit Zukunft). Sie würde gerne den Sachstand wissen, um das in der Planung mit zu bedenken. Laut Andreas Rothenberger (BBV) gibt es eine Unternehmensgruppe, die das Gebäude erwerben möchte. Der Investor sei im Gespräch mit der Stadt. Er plane auch eine Tiefgarage unter dem südlichen Viehmarktplatz und wolle die des Citypoint auf dem Uhl-Grundstück mit nutzen. Die Besitzer des Citypoints seien einverstanden, da es dem Komplex wirtschaftlich nicht so gut gehe. „Den Investor interessiert aber nicht, was auf dem nördlichen Viehmarktplatz passiert.“

Den Stadträten waren das zu viele Unwägbarkeiten. „Einen Durchbruch erreichen wir heute nicht mehr“, meinte Andreas Lohde (CSU). Er schlug vor, den Punkt nochmals in die Ausschüsse zu verweisen. Dem stimmte der Stadtrat geschlossen zu.  imu

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