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Der nächste Auftritt: Acht Mal mussten Schul leiter, Schüler- und Elternvertreter ans Rednerpult. In acht Gruppen aufgeteilt erhielten die Absolventen über den Tag verteilt ihre Abitur-Zeugnisse.

Fürstenfeldbruck

Viscardi-Gymnasium: Durch den Nebel ans Ziel

In kleinen Grüppchen stehen die Abiturienten wartend vor dem Viscardi-Gymnasium. Als dann 15 von ihnen an Desinfektionsstationen vorbei ins Gebäude dürfen, geht es schnell los. 

Fürstenfeldbruck – Stühle für ihre Familien sind in kleinen Sitzgruppen in der Eingangshalle arrangiert. Aus den Lautsprechern ertönt die Eingangsmelodie aus den Star Wars-Filmen und Scheinwerfer tauchen den Raum in rotes Licht, dann steht Walter Zellmeier, der Direktor des Gymnasiums, auf der Bühne.

Acht Mal wird sich diese Szene an diesem Tag abspielen. Denn um nicht zu viele Menschen auf einmal in der Eingangshalle zu haben, sind die diesjährigen Abiturienten für die Zeugnisverleihung in Gruppen eingeteilt. Die Zahl der Familienmitglieder, die eingeladen werden durften, ist begrenzt.

Acht Mal folgt auf die Begrüßung durch den Schulleiter die Rede von Elternbeirat Martin Runkel, der die Reise der Schüler durch das Gymnasium mit einer Bergwanderung vergleicht. Zuerst sei das Ziel in großer Ferne gewesen, die Schüler wären von Eltern und Lehrern in eine Richtung geführt geworden, ohne selbst das Ziel festlegen zu können. „Im Endspurt dann ist der Corona-Nebel aufgezogen, und ihr konntet das Gipfelkreuz nicht mehr sehen“. Doch letztlich hätten sie es doch gefunden. Und mit dem Erreichen dieses Ziels könnten die Abiturienten nun ihre eigenen Wege suchen.

Dann steht Abiturientenvertreter Sebastian Laus auf der Bühne. Seine deutlich kabarettistisch angehauchte Rede ist getragen von Selbstironie und kleinen Seitenhieben auf andere Abiturienten im Saal. Eigentlich hätte er mit einem Zitat aus einem Klassiker wie Faust beginnen wollen, sagt der Abiturient. „Doch dann habe ich festgestellt, dass ich solche Bücher nie angepackt habe.“ Aber auch ihm ist anzusehen, dass er stolz auf das ist, was er erreicht hat.

Direktor Zellmeier setzt in seiner auf den Abiturientenvertreter folgenden Rede besonderen Akzent auf den familiären Charakter des Gymnasiums. „Diese Schule ist nicht nur Bildungsinstitution, sondern auch Lebensraum, den man auch selbst gestalten kann“, sagt er. In seiner eigenen Schulzeit sei dies noch ganz anders gewesen. Nach der Rede des Direktors beginnt die Zeugnisverleihung. Nach dem achten Durchlauf haben dann 124 Viscardi-Absolventen ihren Nachweis über das bestandene Abitur erhalten, 32 von ihnen mit einer Eins vor dem Komma.  sb

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