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Oben hängt das Schild (v.l.): Schulleiter Walter Zellmeier, Schülersprecherin Lena Sabokat, stellvertretende Landrätin Martina Drechsler und OB Erich Raff enthüllten es. 

Fürstenfeldbruck

Viscardi-Gymnasium nennt sich jetzt „Schule ohne Rassismus“

 Mit einer feierlichen Zeremonie wurde am Donnerstagvormittag am Viscardi-Gymnasium ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung gesetzt. 

Fürstenfeldbruck –Höhepunkt war die Enthüllung der Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, die ab sofort gut sichtbar über dem Haupteingang hängt. Zu den Gästen zählte neben OB Erich Raff auch Vize-Landrätin Martina Drechsler.

Schon seit fast drei Jahren setzt sich die Schülermitverantwortung (SMV), mit Schülersprecherin Lena Sabokat an der Spitze, verstärkt gegen Ausländerfeindlichkeit ein. Einen bestimmten Auslöser gab es dafür nicht. „Wir sind eine friedliche Schule, aber es war uns wichtig, bei der gegenwärtigen politischen Situation ein Zeichen zu setzen“, sagt die Elftklässlerin. Mittlerweile trägt das Gymnasium nicht nur den Titel „Schule ohne Rassismus“, sondern das Thema ist auch als eine zentrale Aufgabe ins Schulprofil aufgenommen worden. Seitdem gab es bereits einige Aktionstage und Projekte. „Das Thema wird ab jetzt in jeder Jahrgangsstufe verstärkt behandelt“, erklärt Schulleiter Walter Zellmeier stolz.

Big Band begleitet das Fest

Trotz der Hitze versammelte sich die gesamte Schulfamilie vor dem Eingang zur Enthüllung der Plakette. Die Big Band des Gymnasiums unter der Leitung von Stefanie Wieland begleitete die Feierlichkeiten. Für Begeisterung sorgte gleich zu Beginn die Rede der Schülersprecherin. „Unsere Generation hat ein Herz, das größer ist als die Müllteppiche in den Ozeanen.“ Besonders ihre Mitschüler wollte Sabokat mit ihrer Rede motivieren: „Lasst uns Courage zeigen und nicht schweigen.“

Drechsler lobte den Einsatz: „Ich habe zwei Worte für euch, das eine ist super und die anderen, eigentlich zwei Worte, sind dran bleiben.“ Auch Raff und Zellmeier zeigten sich in ihren Reden vom Engagement der Schüler begeistert. „In Fürstenfeldbruck leben 130 verschiedene Nationen, am Viscardi-Gymnasium sind es 30 Nationen – und das Zusammenleben funktioniert hier einwandfrei“, lobte der OB.

Zum Abschluss sangen alle die Europahymne. Bei dem Gang zurück in die Schule konnte sich jeder Schüler noch ein Festival-Armband abholen. Den bunten Schmuck, verziert mit Worten wie „Courage“ und „Mut“, hatte die SMV extra für die Feier entworfen. Das Band soll den Schülern stets die Werte der „Schule mit Courage“ in Erinnerung rufen. NATHALIE HRADECKY

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