Erdbeben in Tirol erschüttert auch Bayern - Auswirkungen deutlich spürbar

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Beim Neujahrsempfang der Stadt im Veranstaltungsforum gab es viel Beifall für die ausgezeichneten ehrenamtlichen Helfer.

Veranstaltungsforum

Volles Haus beim Neujahrsempfang

Frisch hinein und mit frohem Mute für das neue Jahr: Das wünscht sich Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) für die Fürstenfeldbrucker in 2018. Beim Neujahrsempfang der Stadt wird aber klar, was den Frohsinn schon in den nächsten Monaten gefährden könnte – es geht ums Geld.

Fürstenfeldbruck

OB Raff und seine Gattin begrüßten per Handschlag die Gäste. Neben Reden und Ehrungen gehörte zum offiziellen Teil des Empfangs im Stadtsaal auch Musik von den Bluestrings. Die jungen Jazz-Streicher wurden eifrig beklatscht.

Das ältere Ehepaar im Publikum brachte es kurz und trocken auf den Punkt. Nach Raffs Rede sagte der Ehemann zu seiner Frau: „Jetzt woaßt as. Geld ist knapp.“ Tatsächlich tauchte in der Ansprache des Oberbürgermeisters auf dem Neujahrsempfang immer wieder das Thema Finanzen auf. Eigentlich solle man ja beim Pläne schmieden für das neue Jahr mit einem guten Gefühl belohnt werden, so Raff: „Allerdings schränken gerade die Finanzen das gute Empfinden ein wenig ein.“

Beispiel: Der neue Haushalt hätte schon in 2017 verabschiedet werden sollen, sagte Raff. Die langwierigen Vorberatungen waren aber erst Anfang Januar abgeschlossen, so dass nächste Woche der Stadtrat das Zahlenwerk besprechen wird. Noch ist nicht klar, ob das reibungslos über die Bühne geht. Außerdem ist schon neues Ungemach sichtbar, wie Raff in seiner Rede das erste Mal andeutete. Denn der Haushalt muss auch von der Kommunalaufsicht überprüft werden.

Und hier droht ein Dissens zum Projekt Sportzentrum III. Die Stadt ist rechtlich nicht gezwungen, Sportstätten bereitzustellen, doch für Raff ist das Sportzentrum im Westen mit einer Turnhalle für den Vereinssport eine Herzensangelegenheit: „Ich sehe es ebenfalls als Pflichtaufgabe an, Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, wo junge und alte Brucker sich treffen können.“ Die Kommunalaufsicht sieht dies anders. Für den Rathauschef verspricht 2018 also gleich wieder einiges an Arbeit. Es ist sein erstes volles Jahr als OB. Am 21. Mai 2017 wurde er in der Stichwahl in das Amt gewählt, wie er in seinem Rückblick erinnerte.

Besonders gefreut habe er sich gleich nach Amtsantritt auf das Jubiläums-Wochenende zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Livry-Gargan. „Angesichts nationalistischer Bestrebungen sind Städtepartnerschaften wieder genauso wichtig wie nach dem Zweiten Weltkrieg“, betonte Raff.

Ein freudiges Ereignis war auch die Wiedereröffnung einer Brucker Institution – seit Oktober laufen wieder Kinofilme im Lichtspielhaus. 38 Spieltage, 40 verschiedene Filme, 4000 Besucher, das sind die Statistiken bisher. Im März will man die Bürgerversammlung für Bruck-Mitte, die bislang im Rathaus stattfand, im Lichtspielhaus abhalten, kündigte Raff an.

Zu Beginn des neuen Jahres sagt die Stadt auch immer Dankeschön und ehrt Bürger, die sich seit Jahren für die Gesellschaft engagieren. Vize-Bürgermeister Christian Götz hielt die Laudationes auf die von den Besuchern im Saal mit viel Applaus bedachten Ehrenamtler. (siehe Kasten). Nach dem offiziellen Teil stand im Foyer ein Buffet bereit. Die Gäste standen noch lange beisammen und nutzten die Gelegenheit für Gespräche. (fd)

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