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Kritik an Energiewendeverein

Vorwurf: Ziel 21 reine Werbeagentur

Die Aktion Stadtradl soll dafür sorgen, dass Bürger öfter selbst strampeln, statt ins Auto zu steigen. Klar, dass der Energiewendeverein Ziel 21 da einsteigt. Trotzdem gab es jetzt Kritik: wegen zu hoher Werbekosten.

Fürstenfeldbruck – Bei der Vorstellung des Ziel-21-Jahresberichts ist erneut Kritik am Wirken des Energiewendevereins laut geworden. So bemängelte Klaus Wollenberg (FDP) im Planungsausschuss des Kreistags, dass sowohl Ziel 21 als auch die Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck das Stadtradeln beworben hätten. Mit Geld aus öffentlichen Kassen werde dieselbe Arbeit doppelt bezahlt, das sei ja wohl doppelt gemoppelt, so Wollenberg. Peter Falk (SPD) monierte, dass Ziel 21 nicht mehr sei, als nur eine Werbe-Agentur. In Gröbenzell habe sich außerdem auch die Kommune ums Stadtradeln gekümmert.

Ziel-21-Chef und Kreisrat Gottfried Obermair (FW) erläuterte, dass sein Verein die Öffentlichkeitsarbeit für das Stadtradeln auf Bitten des Büros Landrat vom Klimaschutzmanagement des Landkreises ausnahmsweise übernommen habe, da dieses derzeit nicht besetzt sei. Reinlinde Leitz vom Landratsamt bestätigte das. Die Stelle für den Klimaschutz werde erst im Oktober wieder besetzt. Johann Thurner (FW) merkte an, dass gerade kleine Kommunen sicher nicht in der Lage gewesen wären, die Werbung fürs Stadtradeln selbst zu schultern. Die Aktion solle aber landkreisweit stattfinden.

Peter Falk brachte noch einen weitere Kritikpunkt an Ziel 21 vor. Der Energiewendeverein solle endlich in Sachen Energieagentur tätig werden, wobei selbige in Ebersberg als vorbildlich gilt. So weit vom Ziel-21-Arbeitsfeld sei die Ebersberger Agentur gar nicht entfernt, entgegnete Obermair. Tatsächlich bietet die Agentur laut Homepage vor allem Beratungen an – wie Ziel 21.

Ein Konzept, das über die Landkreisgrenzen hinaus gehen soll, werde noch vorgelegt, kündigte Obermair an. Dabei müsse man sich klar werden: Das kostet Geld. Falk monierte, dass man sich schon sehr viel Zeit lasse. Helfen soll nun der Klimaschutzmanager, mit dem Ziel 21 definitonsgemäß eng zusammenarbeiten wird.

Im Rechenschaftsbericht führt Ziel 21 unter anderem die Gewinnung sechs neuer Firmen-Partner und weiterer Mitglieder an. Es seien Treffen verschiedener Fachbereiche organisiert worden (Windkraft, Bioenergie beispielsweise) und man habe einen neuen Energieberater dazubekommen. Des weiteren habe Ziel 21 an Messen und diversen Märkten teilgenommen, heißt es weiter im Rechenschaftsbericht.

Dem Energiewendeverein stellt der Landkreis im Jahr insgesamt 115 000 Euro unter anderem für Personalkosten, Weiterbildungen, Material, externe Dienstleistungen, Werbung (Anzeigen, Flyer) oder Infostände zur Verfügung. Der Verein soll vor allem der Bewusstseinsbildung in Sachen Energiewende dienen. Weil immer wieder Obermairs Doppelfunktion als Chef von Ziel 21 und Kreisrat kritisiert worden war, ließ Vize-Landrätin Martina Drechsler, die die Sitzung leitete, extra darüber abstimmen, ob Obermair als Kreisrat in eigener Sache als Ziel-21-Kopf sprechen dürfe, was der Planungsausschuss akzeptierte. (st)

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