Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

Hattenhofen/Schöngeising

VR-Bank: Mitarbeiter verhindern Filialschließungen

Auch wenn die Sparkasse die bislang gemeinsam betriebenen Geschäftsstellen in Schöngeising und Hattenhofen verlässt: Die VR-Bank will den Betrieb in in den beiden Orten probeweise für drei Jahren aufrecht erhalten.

Fürstenfeldbruck– „Es hilft nichts, auch wir müssen einsparen“, sagte der Chef der VR-Bank Walter Müller bei der diesjährigen Vertreterversammlung. Der persönliche Kontakt in den Geschäftsstellen werde durch das Smart-Phone, den PC und durch Online-Banking ersetzt. Die Kundenfrequenz in den Geschäftsstellen nehme deutlich ab. Deshalb sei es aus betriebswirtschaftlichen Gründen absolut nachvollziehbar, dass Geschäftsstellen geschlossen werden, sagte Müller. Trotzdem: Die Filialen in Hattenhofen und Schöngeising sollen auch dann bleiben, wenn die Sparkasse die Kooperation im Sommer aufkündigt. Obwohl er selbst für die Schließung sei, habe ihn das Personal überzeugt, diesen mutigen Schritt zu wagen. Die Mitarbeiter hätten ein schlüssiges Konzept vorgelegt. „Sie sehen eine Chance und sie wollen kämpfen.“ Müller hofft, „dass unsere Entscheidung von den Kunden anerkannt wird und wir nicht mit Zitronen gehandelt haben“. Man gehe damit ein Risiko ein, das man sich aber leisten könne, weil man in den vergangenen Jahren sehr sparsam war und sehr gut gewirtschaftet habe.

Als Gründe für die schwache Entwicklung auf dem gesamten Bankensektor nannte Müller die Niedrigzinspolitik der EZB, die fortschreitende Digitalisierung sowie eine übergeordnete Regulatorik. „Die VR-Bank Fürstenfeldbruck ist keine Insel der Glückseligen. Alles, was für die anderen Banken und Sparkassen gilt, das gilt auch für uns.“ Keine schönen Zeiten, auch nicht für einen alten Banker, meinte der VR-Chef, der sich vor kurzem ein Buch gekauft habe. „Jammern schadet Ihrer Gesundheit“. Aber, so Müller, „jammern bringt uns nicht weiter.“

Das Thema Fusion sei derzeit in aller Munde. Auch die VR-Bank habe vor anderthalb Jahren darüber intensiv diskutiert. Doch man habe beschlossen, einen anderen Weg zu gehen. „Wir wollen eigenständig bleiben. Wir sind und bleiben eine Genossenschaftsbank“ so der VR-Bankchef. Das höre sich gut an, werde aber nicht so ganz einfach sein. Die Mitarbeiter hätten bald ihre Belastungsgrenzen erreicht. Allerdings: Personalverstärkungen bei Monat für Monat sinkenden Erträgen könne man sich schlicht nicht leisten. „Wir leben zu 75 Prozent vom Zinsgeschäft.“

Die Reaktion der Kunden, als die Bank ihre Gebühren erhöhte, seien nicht gerade ermutigend gewesen, sagte Müller. Dass Bankgeschäfte Geld kosten, sei auf taube Ohren gestoßen. In einem Beschwerdebrief sei das gar als unverschämt bezeichnet worden.

Die Zahl der Mitglieder der VR-Bank stieg im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 18 556. Die Geschäftsguthaben sind auf 17,9 Millionen Euro geklettert, das erwirtschaftete Eigenkapital beträgt 176 Millionen Euro (11,5 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme). „Damit sind wir eine sehr gesunde Genossenschaftsbank“, so Müller. Man könne zuversichtlich, aber bitte ohne rosarote Brille in die Zukunft blicken.  dm/st

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was die Grießnockerl-Affäre mit einem Sack Popcorn zu tun hat
Popcorn, Softdrink und... Grießnockerlsuppe? Mit ungewöhnlicher Verpflegung ausgestattet strömten die Filmfans in den Kinosaal um den aktuellen Eberhofer-Krimis …
Was die Grießnockerl-Affäre mit einem Sack Popcorn zu tun hat
Plakate beschmiert: SPD erstattet Anzeige
Die SPD in Gröbenzell beklagt, dass diverse Wahlplakate verschiedener Parteien verunstaltet worden sind. Es wurde Anzeige erstattet.
Plakate beschmiert: SPD erstattet Anzeige
15-Jähriger will in Pizzeria einbrechen
Die Polizei hat am Freitrag in der Früh um 4.45 Uhr dank der Aussage eines Zeugen einen 15-Jährigen festgenommen. Er hatte zuvor versucht, in eine Pizzera an der …
15-Jähriger will in Pizzeria einbrechen
A 96: Brückenschlag zur Kaserne
Die Arbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der Lindauer Autobahn inklusive einer Lärmschutzgalerie bei Germering liegen voll im Plan. Wegen des Neubaus der Brücke am Ende …
A 96: Brückenschlag zur Kaserne

Kommentare