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SPD-Kandidat Philipp Heimerl (28): Sein Lieblingsplatz in der Stadt ist der Park an der Amper.

Serie: Das Tagblatt stellt die Bürgermeister-Kandidaten vor (1)

Philipp Heimerl will jüngster OB werden

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Philipp Heimerl (28) will 2017 für die SPD die Fürstenfeldbrucker OB-Wahl gewinnen. Wenn er Oberbürgermeister würde, wäre er voraussichtlich der jüngste amtierende Deutschlands.

Fürstenfeldbruck – Er ist ein echtes Brucker Kindl. Philipp Heimerl ist in der Amperstadt aufgewachsen, hier zur Schule gegangen, hat nie wo anders gewohnt. Mit 17 Jahren begann er seine politische Laufbahn im Stadtjugendrat, wurde später Vorsitzender der Jusos, seit 2014 sitzt er im Stadtrat und hat einen Referentenposten inne.

Als Fürstenfeldbrucker Oberbürgermeister Bruck aktiv gestalten

Spätestens seit Beginn der Stadtratszeit war klar: „Mein Wunsch ist es, Bruck aktiv zu gestalten. Und dazu hat man als Oberbürgermeister die Möglichkeit.“ In seinem Alter sieht Heimerl keinen Nachteil. Durch seine bisherige Tätigkeit, auch im Ehrenamt, habe er viel Erfahrung gesammelt. Älter würden schließlich alle, sagt er und lacht. Den nötigen Biss bringe er mit. „Wenn ich eine Sache für sinnvoll erachte, kann ich auch stur sein.“ Zudem sei er offen für neue Ideen. „Und ich glaube auch, ich kann gut auf Menschen zugehen.“ Schließlich gehe es am Ende darum, Lösungen zu finden.

Deshalb will er auch verstärkt mit den Bruckern in Kontakt treten. „Denn die Probleme, die die Bürger wahrnehmen, sind nicht immer die, die im Stadtrat diskutiert werden.“ Als erstes würde ein gewählter OB Heimerl deshalb ein Kompetenzteam zusammenstellen, das aus Vertretern der verschiedenen Ämter in der Stadtverwaltung besteht. „Denn das sind die Menschen, an die die Bürger bei Problemen herantreten.“ Zwei Mal im Monat möchte der 28-Jährige sich mit diesem Team treffen, um die Anliegen der Brucker zu erörtern und anzugehen. Generell, so Heimerl, wolle er die Bürgerbeteiligung wie etwa beim Thema Viehmarktplatz weiterführen.

OB-Kandidat Philipp Heimerl will Wohnungen für Fürstenfeldbruck

Ebenso will sich der Brucker dafür einsetzen, dass begonnene Projekte wie etwa der Betrieb des Lichtspielhauses, der Bau des Sportzentrums III im Brucker Westen und die Einrichtung einer Kita im Hauesler-Park umgesetzt werden.

Wichtig ist ihm der Wohnungsbau – eines der Kernthemen der SPD. „Bei der derzeitigen Wohnungssituation müssen wir reagieren. Eine Bau-Bremse wäre das falsche Signal.“ Die neuen Gebäude sollten allerdings immer an das Umfeld angepasst werden. „Alles zuzupflastern, wäre falsch.“ Bruck könnte das Thema etwa durch die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft vorantreiben. „Auch eine stärkere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen wäre sinnvoll.“ Als Wirtschaftsreferent hat Heimerl auch junge Firmengründer auf dem Schirm. Diese will er unterstützen und im Stadtgebiet ansiedeln. „Wir sollten Arbeitsplätze hier schaffen, damit nicht so viele Leute pendeln müssen.“

Und sein Herzensprojekt? Die Umgestaltung des Lände-Areals, nachdem der Bauhof umgezogen ist. Spannend sei vor allem das Zusammenspiel von Altem Schlachthof, der Innenstadt und der Nähe zur Amper. „Wir könnten hier eine ganz neue Art von Wohnen und Kultur etablieren.“

Steckbrief des Brucker OB-Kandidaten Philipp Heimerl

  • Partei: SPD
  • Zweiter Vorname: Maximilian
  • Alter: 28
  • Beruf: Büroleiter des Abgeordneten Herbert Kränzlein (Bayerischer Landtag)
  • Seit wann/wo wohnen Sie in Bruck? Seit meiner Geburt, in der Stadtmitte.
  • Familienstand: Lebensgefährtin Simone Neumann (29, Politische Referentin)
  • Bisherige politische Karriere:
  • Seit 2015 Vorsitzender der SPD-Fraktion
  • Seit 2014 Stadtrat und Referent für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing
  • Seit 2012 Stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins der SPD
  • Seit 2010 Mitglied des Vorstandes der SPD im Landkreis
  • Seit 2010 Vorsitzender der Jusos im Landkreis - 2006 bis 2010 Vorsitzender des Stadtjugendrates Fürstenfeldbruck
  • 2010 bis 2016 Vorsitzender des Kreisjugendrings Fürstenfeldbruck
  • Hobbys: Lesen, Reisen, Theater, Oper, Filme, Freunde
  • Mein Chefsessel im Rathaus sähe so aus: Ein einfacher Schreibtischstuhl, denn ich will mich ja nicht bequem zurücklehnen.
  • Dienstwagen oder Radl? Einen eigenen Dienstwagen brauche ich nicht – das wäre Geldverschwendung.
  • Zu dieser Musik kann ich abschalten: Ich bin großer Fan von LaBrassBanda und unseren Lokalmatadoren wie Cheerio Joe und The Sidewalk Bandits.
  • An einem freien Tag mache ich am liebsten… dann schlafe ich gerne aus, frühstücke gemütlich, lese die Zeitung und je nach Wetterlage lasse ich den weiteren Tag auf mich zukommen (Ausflüge, Kino, Freunde)
  • Mein Lebensmotto: „Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind jene, die bei sich selbst anfangen.“ (George Bernhard Shaw)

Das Fürstenfeldbrucker Tagblatt 

stellt die Kandidaten für die Brucker OB-Wahl am 7. Mai vor. Die Reihenfolge ist alphabetisch.

Hier haben wir alle wichtigen Infos zur OB-Wahl 2017 in Fürstenfeldbruck zusammengestellt.

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