Ein volles Festzelt – wie vor zwei Jahren beim Seniorennachmittag der Arbeiterwohlfahrt – ist in Zeiten der Corona-Pandemie undenkbar. Die Hoffnungen ruhen auf Impfungen, damit vielleicht im Oktober wieder an den Biertischen angestoßen werden kann. ArchivFoto: AWO
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Ein volles Festzelt – wie vor zwei Jahren beim Seniorennachmittag der Arbeiterwohlfahrt – ist in Zeiten der Corona-Pandemie undenkbar. Die Hoffnungen ruhen auf Impfungen, damit vielleicht im Oktober wieder an den Biertischen angestoßen werden kann.

Wegen Corona

Wandert das Brucker Volksfest in den Oktober?

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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In zwei Monaten sollte eigentlich auf dem Volksfest angezapft werden. Zwar konnte sich OB Erich Raff noch nicht zu einer Absage durchringen. Doch die Chancen, dass das Volksfest stattfinden kann, sind sehr gering. Daher hält man einen Ersatztermin Ende Oktober frei. Zuvor hofft Raff aber noch auf andere Feste.

Fürstenfeldbruck – Im vergangenen Jahr blieb keine andere Chance, das Volksfest abzusagen. Und auch heuer sieht es nicht viel besser aus. Zwar sind die ersten Lockerungen des Corona-Lockdowns angekündigt. Doch die Zahlen stagnieren beziehungsweise steigen wieder leicht. „Ich hatte bis letzte Woche ein wenig Hoffnung, dass die Zahlen nach unten gehen“, sagt OB Erich Raff auf Tagblatt-Nachfrage. So, dass man in irgendeiner Form hätte feiern können. „Dass es nicht ein Volksfest ist, wie man es vor zwei Jahren kannte, das ist ja allen bewusst.“ Doch ein bisschen was hätte er den Bruckern bieten wollen.

Doch mit Blick auf Infektionszahlen, Inzidenz und die Videobotschaft von Landrat Thomas Karmasin mit der Bitte, ja nicht zu früh zu öffnen, schwinden die Hoffnungen. Die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten will Raff noch abwarten, bevor er endgültig seine Entscheidung trifft. „Aber gedanklich bin ich schon weiter.“

Gute Rückmeldung

Ganz gestorben ist ein Volksfest für dieses Jahr nicht. Denn bereits bei der Ausschreibung im Januar hat man Wirt, Brauerei und Schausteller gebeten, sich einen Ersatztermin freizuhalten. Dann könnte vom 22. bis 30. Oktober auf dem Volksfestplatz gefeiert werden. Die Rückmeldung der Schausteller sei gut, berichtet der Rathauschef. Am zweiten Volksfestwochenende würden dann auch die Leonhardifahrt und der Marktsonntag stattfinden. „Da würde das Volksfest ganz gut reinpassen.“ Was dann möglich sein wird, steht freilich noch in den Sternen.

Wetter zweitrangig

Auch Festreferent Markus Droth (FW) geht von einem Volksfest im Oktober aus. Daher sei es richtig gewesen, gleich einen Ersatztermin einzuplanen. Und dass es Ende Oktober nicht mehr so warm ist wie im Frühjahr, sei kein Problem. Wichtig sei, den Bürgern und Schaustellern eine Perspektive zu bieten. „Ob das Wetter gut ist, spielt in diesem Jahr, glaube ich, keine Rolle.“

Alle Beteiligten setzen auf Impfungen, um auch im Sommer die Menschen auf dem einen oder anderen Fest zusammen zu bringen. „Die erste große Herausforderung wird das Weinfest“, sagt Raff. Das plant die Heimatgilde vom 3. bis 6. Juni im Stadtsaalhof. Für den ausgefallenen Neujahrsempfang ist ein Donnerstag im Juli als Sommerfest reserviert. Und auch das Altstadtfest will Raff noch nicht abschreiben.

Hier könnte sich Droth auch ein dezentrales Altstadtfest auf verschiedenen Plätzen vorstellen – oder eine Verlegung in den September. „Wir müssen schauen, dass wir die Vereine noch intensiver als sonst an Bord holen“, sagt der Festreferent. „Denn ihnen brechen die Einnahmen weg.“ Gerade das Altstadtfest war ein Fest der Wirte und Vereine. Doch was möglich ist, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. „Wir wollen das Jahr nicht verstreichen lassen“, sagt Droth. Raffs Wunsch: „Wir können feiern.“

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