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Schauspielerin und Regisseurin: Lisa Maria Potthoff (l.) spielt im Film „Maria Mafiosi“ von Jule Ronstedt die Hauptrolle. Hier sitzen sie mit Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz im Kinosaal. 

Kino 

Was die Maria Mafiosi-Stars mit Bruck verbinden

Roter Teppich in der Buchenau: Zur Vorpremiere der bayerischen Krimikomödie „Maria Mafiosi“ schauten Regisseurin Jule Ronstedt und Hauptdarstellerin Lisa Maria Potthoff höchstpersönlich im Scala vorbei, signierten Filmposter und lächelten routiniert in unzählige Smartphones.

Fürstenfeldbruck – Mit Bruck verbinden die beiden ganz persönliche Erinnerungen, wie sie im Kurzinterview verrieten. Doch zunächst hieß es warten. Die Getränke auf dem Signiertisch wurden langsam warm, während im Foyer Fans aller Altersgruppen den beiden aus München anreisenden Stars entgegenfieberten.

Glaubt man Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz, locken bayerische Heimatkrimis inzwischen mehr Zuschauer in die Kinos als der x-te Teil von „Fluch der Karibik“. „Und diese regionale Verbundenheit haben auch die jungen Leute.“

Jule Ronstedt kam der durch die Franz-Eberhofer-Krimis ausgelöste Hype gerade recht. Längst ging sie zu dieser Zeit mit ihrer eigenen Film-Idee schwanger und hatte das Buch teilweise bereits zu Papier gebracht – in den Pausen zwischen Schauspiel-Engagements.

Geschrieben habe sie schon immer, verriet die 46-Jährige bei einem schnellen Glas Wasser auf der Dachterrasse. Und wenn auch „Maria Mafiosi“ ihre erste Regie-Arbeit fürs Kino ist, so kann sie doch auf viel Inszenierungs-Erfahrung zurückblicken, angefangen mit ihrer Schultheatergruppe am Gymnasium in Gilching.

Über diese Schiene kam Ronstedt als kaum 20-Jährige mit Harald Molocher und seiner Neuen Bühne Bruck (NBB) in Kontakt. „Ich habe dort in zwei Stücken mitgespielt“, erinnerte sich die Darstellerin. Unter anderem verkörperte sie die Rose in einer NBB-Inszenierung von „Der kleine Prinz“.

Wenn Lisa Maria Potthoff an Bruck denkt, hat das auch mit der Schule zu tun, allerdings mit weniger schönen Erinnerungen. „Mein Nachhilfelehrer in Mathe und Physik kam von hier“, so die 38-Jährige. Aufgewachsen ist sie in Höhenkirchen – „das ist München-Land, genau wie Bruck“.

Die beiden würden gerne mehr regional angesiedelte Filme drehen. „Aber das geht nur, wenn Sie uns weiterempfehlen“, so Potthoff an die Adresse des Brucker Vorpremieren-Publikums. „Wenn der Film gut läuft, haben wir eine Chance, weiter bayerische Filme zu machen.“

Dann ging es für Ronstedt und Potthoff weiter an den Hauptdrehort von „Maria Mafiosi“ – nach Landsberg. „Ich wollte die Handlung möglichst nah am Allgäu spielen lassen“, so die Regisseurin. Denn dort, so hätten ihre Recherchen ergeben, sei die Mafia in Bayern besonders aktiv.      os

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