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Gut für die Gesundheit: Bei Wassergymnastik trainiert man den ganzen Körper.

Kurs gestrichen 

Wassergymnastik-Teilnehmer sitzen auf dem Trockenen

 Das Herbst-/Wintersemester der Volkshochschule Fürstenfeldbruck hat begonnen. Heuer allerdings seit Jahrzehnten das erste Mal ohne die Wassergymnastikkurse in der Amperoase. Betroffen sind mehr als 60 Teilnehmer, die nun buchstäblich auf dem Trockenen sitzen.

Fürstenfeldbruck – „Es sind zum Teil Leute dabei, die wegen körperlichen Einschränkungen keinen anderen Sport machen können“, erklärt Ursula Böhm-Suchy, die selbst stets bei den Kursen mitmachte. Diese hätten jetzt keine Möglichkeit mehr, unter Anleitung qualifizierter Trainer etwas für ihre Gesundheit zu tun, denn die Wassergymnastik sei ein hoch effektives Ganzkörpertraining gewesen. „Wir standen die ganzen 45 Minuten des Trainings nicht ein einziges mal tatenlos im Wasser.“

Die 72-Jährige trainiert selbst bereits seit 13 Jahren im Rahmen der Wassergymnastik. Somit fällt dieses Semester nicht nur die regelmäßige sportliche Betätigung weg, sondern auch eine Reihe sozialer Kontakte, die sich über die Jahre hinweg zusammengefunden haben.

Böhm-Suchy und den anderen Teilnehmern ist als Grund für die Streichung ihres Kurses nur bekannt, dass die Stadtwerke Fürstenfeldbruck „die Nutzungsbedingungen derart verändert“ haben und die Qualität und der Preis der Kurse nicht mehr erhalten werden könnten. Silvia Reinschmiedt, Leiterin der Brucker Volkshochschule, sagt auf Tagblatt-Nachfrage, es könne für die Wassergymnastik keine Badeaufsicht mehr gestellt werden, sodass jegliche Haftung bei der Volkshochschule als Veranstalter liegen würde. „Wir als Einrichtung können die Haftung nicht übernehmen.“ Deshalb könnten die Kurse nicht mehr stattfinden. Aber eine gemeinsame Lösung zu finden, sei ihr eine persönliche Herzensangelegenheit.

Auf Anfrage bei den Stadtwerken teilt eine Sprecherin lediglich mit: „Wir sind mit der Volkshochschule wegen der Nutzungsverträge in Kontakt, werden aber dazu öffentlich keine Stellung nehmen.“

VHS-Chefin Silvia Reinschmiedt beteuert: „Ich hoffe sehr, die Wassergymnastik bald wieder ins Programm aufnehmen zu können.“ Das wünscht sich auch Ursula Böhm-Suchy. Ein alternativer Wassergymnastikkurs ist für die 72-Jährige keine Option. „Unsere Trainerin kennt die Teilnehmer inzwischen persönlich und fördert einen individuell. Ein anderer Kurs wäre einfach nicht das Gleiche.“ Stefanie Mayer

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