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Rochade im Stadtrat geht weiter 

Wechsel an der BBV-Fraktionsspitze – Sportbeirat tritt zurück

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Tommy Beer ist neuer Vorsitzender der BBV-Fraktion im Stadtrat. Der 41-Jährige übernimmt den Posten von Klaus Quinten. 

Fürstenfeldbruck – Der 69-Jährige führte die Bürgervereinigung im Kommunalparlament fast genau drei Jahre lang an. Er hatte bereits im Sommer angekündigt, den Fraktionsvorsitz abzugeben. „Ich habe genügend andere Aufgaben“, sagt Quinten auf Nachfrage. Er wolle sich künftig mehr um den Ortsverband kümmern, dessen Vorsitzender er auch ist.

Tommy Beer

Tommy Beer wurde innerhalb der BBV einstimmig zu Quintens Nachfolger gewählt. Er sitzt seit 2002 im Stadtrat und ist Mitglied im Bau- und Sozialausschuss. Auf die Frage, welches Thema er künftig als Fraktionschef forcieren wolle, nennt Beer die Verbesserung der Radverkehrswege in Bruck. Außerdem sei ihm das Soziale ein wichtiges Anliegen. Alle Einwohner sollten unabhängig von Herkunft, Einkommen und Sozialisation gut und gerne in Bruck leben können.

Klaus Quinten

Die Rochade im Stadtrat geht damit weiter. Nachdem Herwig Bahner zuletzt von der CSU zur FDP gewechselt war, hatte sich die Ausschussverteilung verändert. Die Christsozialen verloren dadurch einen ihrer fünf Ausschusssitze. Nun hat sich die CSU teilweise neu aufgestellt. Man habe die Gelegenheit genutzt, um die Sitzverteilung innerhalb der Fraktion gerechter zu verteilen, sagt CSU-Fraktionschef Andreas Lohde. Außerdem habe man sich entsprechend der Interessen der Stadträte geordnet. Lohde selbst zum Beispiel wechselt vom Kultur- in den Konversionsausschuss.

Daneben haben Alexa Zierl und Florian Weber ihre Ausschussgemeinschaft zur Fraktion „Die Partei & Frei“ umgewandelt. Sie wollen damit noch enger zusammenarbeiten. Gleichwohl bleibt Zierl weiterhin parteifrei und Weber Mitglied der Partei „Die Partei“.

Eine weitere Personalie: Sven Braun ist als Mitglied des Sportbeirates zurückgetreten. Er protestiert damit gegen die geplante Zwei-Gebäude-Lösung am Sportzentrum III. In einem Schreiben begründet er seinen Schritt einerseits mit den hohen Kosten – zuletzt war von elf Millionen Euro die Rede. Andererseits fehle der sportliche Mehrwert, so Braun. „Ich bin der Meinung, dass diese geplanten Mehrkosten sinnvoller für die Weiterentwicklung und Belange der Stadt und ihrer Bürger ausgegeben werden sollten.“ Für Braun rückt Herbert Thoma nach. Er saß bereits einmal im Sportbeirat und ist Ex-Präsident des TuS Fürstenfeldbruck, der neben dem TSV West am geplanten Sportzentrum beteiligt ist.

Antrag für Eishalle

Vor dem Hintergrund des Sportzentrums haben SPD, Grüne und BBV in der Stadtratssitzung am Dienstag OB Erich Raff (CSU) einen Antrag zur Eishalle übergeben. Demnach soll die Stadt prüfen, ob am jetzigen Standort der Eisfläche oder auf dem Gelände westlich davon eine moderne Eishalle gebaut werden kann. Sollte das nicht möglich sein, solle die Stadt Alternativplätze suchen. SPD, Grüne und BBV verweisen darauf, dass die offene Eisfläche immer wieder Probleme bereite. Vor Kurzem musste der EV Fürstenfeldbruck mehrere Eishockey-Spiele absagen, auch ein Publikumslauf war nicht möglich.

Mit dem Antrag wollen die drei Fraktionen erreichen, dass die Stadt das Thema umgehend angreift. Raff hatte sich mit Blick auf den Haushalt und die hohen Kosten dafür ausgesprochen, zuerst das Sportzentrum zu bauen und sich dann um eine Eishalle zu kümmern.

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