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DFB-Pokal: Viertelfinale abgesagt! Corona-Fälle bei Überraschungs-Team verhindern historisches Spiel

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Eingespieltes Lebensretter-Duo: Gruppenführerin Susi Daller mit Australian Shepherd Rüde Fin. Foto: BRH Rettungshundestaffel FFB
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Eingespieltes Lebensretter-Duo: Gruppenführerin Susi Daller mit Australian Shepherd Rüde Fin.

Gruppenführerin Susi Daller berichtet von den Herausforderungen in Pandemie-Zeiten

Wegen Corona: Der Rettungshundestaffel fehlen Spenden

Die Rettungshundestaffel ist im Einsatz, wenn Personen gesucht werden. Über ihre Arbeit in Corona-Zeiten berichtet Gruppenführerin Susi Daller im Interview.

Fürstenfeldbruck – Die Rettungshundestaffel des BRH (Bundesverband Rettungshunde) wird immer dann gerufen, wenn verschwundene Personen gesucht und erstversorgt werden müssen. Die ehrenamtlichen Helfer müssen dafür viel Zeit und Energie aufbringen. Warum den Rettern ihre Arbeit in Corona-Zeiten besonders schwer fällt, erklärt Gruppenführerin Susi Daller im Interview.

Warum ist Ihre Arbeit dieses Jahr so schwierig?

Vor allem junge Hunde brauchen regelmäßiges Training. Normalerweise üben wir vier bis fünf Mal im Monat. Hauptsächlich an Samstagen und Sonntagen, wir machen das ja alle ehrenamtlich. Von April bis Juni konnten wir aber wegen Corona gar nicht trainieren. Im Sommer haben wir dann wieder teilweise mit den entsprechenden Hygienekonzepten trainieren können. Aber schon seit November, also schon vor dem Lockdown, haben wir das Training wieder komplett eingestellt. Wir wollten damit unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter schützen. Insgesamt fehlt uns also ein halbes Jahr an Aus- und Weiterbildung. Das müssen wir also im nächsten Jahr nachholen. Weil wir aber alle zusätzlich noch normale Jobs haben, ist das gar nicht so einfach.

Das ist das Training für die Hunde. Wie sieht es bei den Hundeführern aus?

Auch die Menschen müssen ausgebildet werden. Deren Ausbildung konnten wir nur per Online-Videokonferenzen durchführen. Dabei fehlt dann aber natürlich die komplette Praxis. Das Anwenden von GPS-Geräten in einer Videokonferenz ist das eine, aber wenn man das dann im Wald alleine umsetzen soll, wird es dann ohne Praxiserfahrung schwierig.

Und das kostet auch alles Geld...

Unsere Arbeit ist komplett spendenfinanziert. Normalerweise gehen wir mit einer Spendenbüchse auf Veranstaltungen wie den Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr oder so etwas in der Art. Die Spenden aus solchen Veranstaltungen fallen dieses Jahr komplett weg. Also haben wir nur die Einnahmen von den monatlichen Spendern, und die reichen leider bei Weitem nicht.

Wofür wird das Geld vor allem gebraucht?

Die Spenden brauchen wir insbesondere für die Ausstattung der Einsatzkräfte. Dazu gehört die Einsatzkleidung, aber auch technische Geräte wie GPS-Geräte und Laptops. Dazu kommen dann noch Stromaggregate, Drucker und Lizenzen für Software.

Gibt es auch ein kleines Dankeschön für die Spender?

Die Hundestaffel hat Postkartenkalender, die sie gerne mit den Spendern teilt. Auf dem Kalender sind jeden Monat Hundebilder zu sehen. Am Monatsende kann man dann aus der Monatsseite eine Postkarte machen. Ab Ende Dezember werden wir die Kalender möglichst fair unter den Spendern verteilen, solange der Vorrat reicht. Auf Wunsch stellen wir natürlich auch eine Spendenquittung aus. Interview: Paul Burgmeier

Wer helfen will, kann auf zwei Wegen spenden. Per Paypal über den Link https://paypal.me/RettungshundeFF. Per Überweisung an das Konto der BRH Rettungshundestaffel FFB e.V., IBAN: DE04 7005 3070 0031 6528 11

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