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S-Bahn München

Jetzt wird es ernst

Weichen für Zukunft der S 4 werden gestellt

Die Debatten um den Ausbau der S 4 kommen in die entscheidende Phase: In den nächsten Wochen und Monaten soll sich entscheiden, wie schnell das dritte Gleis zwischen Pasing und Eichenau gebaut werden soll.

Fürstenfeldbruck/München –  Im Zusammenhang mit dem beginnenden Bau der zweiten Stammstrecke in München hatte Bayerns Innenminister Joachim Hermann angekündigt, alle anderen geplanten Bahnbaumaßnahmen im Rahmen eines Vier-Phasen-Programms zu ordnen. Sollte der dreigleisige Ausbau bis Eichenau hier in der unteren Schublade landen, dann hieße das, dass bis zum Jahr 2027 auf der S 4 nichts passiert. Das teilt der Stimmkreisabgeordnete und Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (CSU) mit.

Bocklet mahnt daher die Aufnahme des S-4-Ausbaus in die oberste Prioritäten-Liste an. Mit der Verwirklichung der zweiten Stammstrecke werde die Voraussetzung für den dreigleisigen Ausbau geschaffen. Das geplante dritte Gleis sei auch im Hinblick auf die Elektrifizierung der Strecke München-Lindau erforderlich. Denn nach der Fertigstellung dieser umfangreichen Baumaßnahme, die knapp hinter der Brucker Landkreisgrenze bei Geltendorf beginnt, sei im Jahr 2020 damit zu rechnen, dass der Fernverkehr auf der Strecke um 50 Prozent zunehmen werde.

Mittel für die Vorplanungen des Ausbaus hat der Freistaat schon zur Verfügung gestellt. Nun müssten die Planungen konsequent vorangetrieben werden, fordert Bocklet. Er sichert die Unterstützung der Staatsregierung bei den Bemühungen um zusätzliche Bundesmittel (GVFG) zu, mit denen die Regionalisierungsmittel des Freistaats ergänzt werden sollen.

Insgesamt begrüßt Bocklet die zweite Stammstrecke. Sie sei ein verkehrspolitischer Meilenstein. Der Bau- und Finanzierungsvertrag sei rechtsverbindlich – damit kann mit dem Bau begonnen werden. Der Spatenstich ist für April geplant. Das Vier-Phasen-Programm werde wohl bis zum Sommer stehen.  (st)

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